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Seitenwechsel - Der Umstieg vom Windows PC auf den Apple

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Tipps für Umsteiger

Der Umstieg auf ein neues Rechner-System stellt in gewisser Weise einen Neuanfang dar – seine vorhandenen Daten möchte man dabei jedoch nicht verlieren. Wie aber gelangen diese auf den neuen Rechner und mit welcher Software bearbeite ich sie dort zukünftig? Der Datentransfer ist in der Regel das geringere Problem. Wer seine Daten auf einem Server oder einer Netzwerk-Festplatte abgelegt hat, greift einfach vom neuen Rechner darauf zu. Auch eine Übertragung per Netzwerkfreigaben ist möglich.

Geeignet sind ferner externe USB- oder FireWire-Festplatten, die den Datentransport unabhängig von einem Netzwerkanschluss erlauben. Gleiches gilt für USB-Sticks oder CD-/DVD-Rohlinge. Sollte der alte Rechner aufgrund eines Defekts nicht mehr starten, bleibt als Ausweg noch der Einbau der alten Festplatte in ein externes Gehäuse.

Alle von Windows benutzen Dateisysteme kann Mac OS X zumindest lesen – egal, ob FAT16, FAT32, NTFS auf Festplatten oder Joliet und UDF auf CDs oder DVDs. Sind die alten Daten dann auf dem Mac angekommen, gilt es zu klären, wie sich mit ihnen weiter arbeiten lässt. Gängige Bildformate wie JPG oder PNG bereiten erwartungsgemäß keine Probleme, mit PDF-Dokumenten kann der Mac sogar ohne Hilfe des Adobe Reader umgehen. Das zum Lieferumfang eines jeden Apple-Rechners gehörende Programm "Vorschau" dient als universeller Viewer, per Quick View (die Funktion heißt im Kontextmenü "Übersicht") bringt schon der Finder viele Dateien zur Ansicht: einfach Datei auswählen und die Leertaste drücken. Dank einer Mac-Ausgabe des Microsoftschen Office-Pakets bereiten auch Word-, Excel- oder PowerPoint-Dokumente in der Regel keine Schwierigkeiten. Nur wenn man neue Funktionen von Office 2007 einsetzen will, kann die Version für den Mac unter Umständen (noch) versagen.

Sieht das Layout eines Dokuments trotz passender Software auf dem Mac anders aus als unter Windows, sind möglicherweise die Schriften die Ursache. Fehlen die im Dokument genutzten, wählt die eingesetzte Software üblicherweise Ersatzschriften und erzeugt damit einen anderen Textumbruch. Das lässt sich vermeiden, indem man die Schriften vom PC zum Mac mitnimmt. Mac OS X kann mit vielen verschiedenen Schriftformaten umgehen, darunter TrueType-, OpenType- oder Postscript-Schriften. Die gehören in das Verzeichnis /Library/Fonts oder – wenn das System sie nur dem aktuellen Benutzer zur Verfügung stellen soll – in den gleichnamigen Ordner in dessen Home-Verzeichnis.

Möchte man nach dem Umstieg auf den Mac mit seiner Windows-Software weiterarbeiten, etwa weil es für sie – wie für Microsoft Access – kein Mac-Pendant gibt, kommen Apples Boot Camp oder PC-Virtualisierer wie Parallels ins Spiel.

Will sich partout keine Lösung finden, um ehemalige Windows-Daten auf dem Mac in gewohnter Weise weiter zu verwenden, bleibt als letzter Rettungsanker, diese vom PC aus in einem Format zu exportieren, welches auf dem Mac entweder importiert oder auch direkt bearbeitet werden kann.

E-Mail-Archive übertragen

Probleme beim Wechsel der Rechnerplattform bereitet möglicherweise auch die Übernahme des E-Mail-Archivs. Wer seine elektronischen Nachrichten über einen IMAP-Server bezieht, ist fein raus. Dann genügt es, die Kontodaten in einen E-Mail-Client auf Mac-Seite einzugeben und nach wenigen Augenblicken ist alles wie gewohnt. Die Nachrichten liegen nämlich stets auf dem Server, auf den man von verschiedenen Rechnern aus zugreifen kann. POP3-Nutzer haben es nicht so leicht. Hier finden sich die Daten standardmäßig auf dem lokalen Rechner, verwaltet vom E-Mail-Programm. Besonders schwer haben es die Anwender von Microsoft Outlook. Sie können nicht einfach ihr Archiv auf den Mac transportieren und dort von einem anderen Programm importieren lassen. Selbst das zum Mac-Office-Paket gehörende Outlook-Pendant Entourage weiß nichts mit Outlook-Daten anzufangen. Es importiert nur die Archive aus Apple Mail und Qualcomms Eudora. Apple Mail ist da weniger wählerisch – es akzeptiert etwa das mbox-, Mozilla- und Thunderbird-Format –, muss aber für den eingangs erwähnten Fall ebenfalls passen.

Schwierigkeiten könnten Umsteiger auch mit der Mac-Tastaturbelegung haben, besonders wenn – wie beim Mac mini – keine Tastatur von Apple mit korrekter Tastenbeschriftung mitgeliefert wird. Um herauszufinden, wo sich spezielle Buchstaben wie @ oder e verbergen, eignet sich die Software-Tatstatur. Man holt sie auf den Bildschirm, indem man zuerst im Bereich "Landeseinstellungen" (Reiter "Tastaturmenü") der Systemeinstellungen das "Tastaturmenü in der Menüleiste anzeigen" wählt und dann darüber die Tastaturübersicht (so heißt die Software-Tastatur) aktiviert.

Zum Thema "Maus" gibt es ebenfalls einiges zu sagen: Mac OS X akzeptiert in der Regel klaglos eine beliebige Zweitastenmaus mit Scrollrad. Schließen Sie einfach mal Ihre Lieblingsmaus an den Mac an. Die Chancen, dass sie funktioniert, stehen gut. Zusätzliche Tasten bedürfen möglicherweise einer speziellen Treiber-Software, aber die gibt es ja vielleicht vom Hersteller.

Die Mighty Mouse von Apple wiederum ist so vorkonfiguriert, dass sie keinen Rechtsklick generiert. Diese Fähigkeit müssen Sie im Bereich "Tastatur & Maus" der Systemeinstellungen erst aktivieren. Damit die Mighty Mouse einen Rechtsklick auch tatsächlich erkennt, darf links neben des Scrollballs kein Finger aufliegen. Apples Maus besitzt nämlich lediglich eine Taste für Links- und Rechtsklick und unterscheidet mit Sensoren zwischen den beiden. Sobald der Sensor links des Scrollballs einen Finger erkennt, ist der Maus kein Rechtsklick zu entlocken.

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