Top oder Flop? - Schnurer’s Einkaufstour (3Sat)
Schnitzeljäger
Die Anwendung Geocaching macht aus dem iPhone einen GPS-Empfänger mit Live-Anbindung zur größten Geocache-Datenbank.
Geocacher verstecken kleine Schätze in Stadt oder Natur und stellen die Geokoordinaten im Internet zur Verfügung. Die Suche nach diesen Schätzen erleichtert die iPhone-App Geocaching. Sie zeigt Caches, die in der weltweit größten Geocache-Datenbank von Groundspeak eingetragen sind, in der Nähe oder an einer bestimmten Adresse übersichtlich auf einer live heruntergeladenen Karte (OpenStreetMap oder Microsoft Virtual Earth) an – Mobilfunkempfang vorausgesetzt. Zusätzlich liefert sie Kurzbeschreibungen, Logbucheinträge und Hinweise für die verborgenen Schätze. Beschreibungen und Koordinaten kann man für den Offline-Gebrauch speichern.
Hat man einen Cache ausgewählt, zeigt die Anwendung die Entfernung und führt via Luftlinie von der eigenen Position hin. Je nach Sichtkontakt zu den GPS-Satelliten weicht die eigene Positionierung auf der Karte um mehrere Meter ab und kommt in puncto Genauigkeit nicht an die eines Outdoor-Navis heran. Die für Multicaches wichtige Eingabe eigener Wegpunkte mit Koordinaten ist möglich, der Button dafür wird allerdings nur in der Navigationsansicht angezeigt. Loggt man sich mit einem Nutzerkonto für Geocaching.com ein, so kann man bereits gefundene Geocaches ausblenden und Notizen zu Caches an sein Online-Konto senden.
Für lange Touren, kompliziertere Multicaches und Gebiete ohne Mobilfunkempfang ist man mit einem batteriebetriebenen, ab 150 Euro erhältlichen Outdoor-GPS-Empfänger besser bedient – für Einsteiger oder spontanes Geocachen ist das iPhone mit Geocaching-App aber ein guter Begleiter.
Die iPhone-App "Geocaching" kostet 8 Euro.
Nah dran
Das USB-Mikroskop von Lindy fängt Bilder und Videos mit SXGA-Auflösung ein und vergrößert bis zu 230-fach.
Das stiftförmige USB-Mikroskop wird über ein knapp zwei Meter langes Kabel an den Rechner angeschlossen; zum Abstellen liegt eine Plastikhalterung bei. Die Linse ist von 8 LEDs umgeben, die ein Schalter an der Mikroskopoberseite einschaltet und ein kleines Drehrad dimmt. Zwischen Rad und Schalter befindet sich ein großer Knopf zum Auslösen von Standbildaufnahmen.
Ein Drehregler an der Unterseite schiebt das Objektiv innerhalb des Gehäuses auf und ab. Ein abnehmbarer transparenter Ring hält die Linse auf Abstand zum Objekt. Der Sensor liefert klare Bilder mit 1280 × 1024 Pixel Größe (SXGA). Die Linse stellt einmal etwa auf halber Höhe des Drehreglers scharf, einmal am unteren Anschlag. Dem Hersteller zufolge vergrößert das Gerät 10-60x sowie 230x. Beim Erreichen der unteren Position knarzte die Mechanik des Testgeräts bedenklich.
Das Lizenzabkommen der mitgelieferten Software grenzt die Anwendung auf nichtkommerzielle Nutzung ein; für alles andere soll man die Erlaubnis des Herstellers einholen. Das Capture-Programm nimmt Videos zwar mit voller Auflösung auf, merkt sich aber weder den ausgewählten Kompressions-Codec noch die Frame-Rate. Gleich, was man einstellt: Das Video wird immer mit 5 fps wiedergegeben. Standbilder landen als schwach komprimierte JPEGs auf der Platte.
Bei maximaler Vergrößerung sind durch den geringen Brennpunkt kaum unverwackelte Bilder möglich, von klaren Videoaufnahmen ganz zu schweigen. Der deutsche Vertrieb bietet für 10 Euro ein separates Ministativ an – das wackelige Dreibein mit Kugelgelenk ersetzt jedoch keine ordentliche Halterung.
Das Lindy-USB-Mikroskop kostet knapp 80 Euro und ist über Lindy.de erhältlich. (Achim Barczok, Gerald Himmelein)
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(gs)
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