Vorsicht Falle - Wie Sie beim Online-Shopping abgezockt werden (3SAT)
Zwei von Drei machen es falsch
Bestellen im Internet wird immer beliebter. Doch das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit hat jetzt bekannt gegeben, dass bei einer Testaktion 2/3 der deutschen Online-Shops unter Verdacht gerieten, gegen Verbraucherschutz-Vorschriften zu verstoßen. Darunter auch scheinbar seriöse.
Wenn Sie beim Online-Shopping nicht aufpassen, sind Sie leichte Beute für die Online-Trickser. Denn die sind Meister im Fallen stellen:
1. Falle: Die „Schöne-Schein“-Falle
Auf den ersten Blick machen viele Web-Shops einen seriösen, professionellen Eindruck. Keiner würde da Verdacht schöpfen, dass hier Kriminelle ihr Unwesen treiben. Doch oft trügt der schöne Schein: Spätestens wenn die bestellte Ware nicht geliefert wird - und das Geld weg ist -, kommt die Ernüchterung: Der Versuch mit dem Händler Kontakt aufzunehmen kann zum Geduldsspiel werden. Denn häufig verstecken sich die Firmen hinter Postfach-Adressen. Eine Telefon-Nummer gibt es nicht oder unter der angegebenen Nummer ist keiner zu erreichen. Dafür zahlen Sie unter Umständen auch noch für eine teure Kundenhotline! Schwierig wird es auch, wenn der Firmensitz im Ausland liegt, denn dann wird auch eine strafrechliche Verfolgung schwierig.
Unser Tipp: Schauen Sie vor der Bestellung über eine Suchmaschine nach, ob andere Kunden mit dem Shop schlechte Erfahrungen gemacht haben. Einfach den Shop-Namen und „Erfahrungen“ oder „Abzocke“ in eine Suchmaschien eingeben.
2. Falle: Die Preis-Falle
Oft klingen die Angebote echt verlockend – viel günstiger, als bei den anderen Web-Shops! „Da gibt’s ja nur eines: Zugreifen - solange das Schnäppchen so verlockend im Netz ist.“, denken Sie. Aber Vorsicht: Achten Sie trotz großer Vorfreude aufs Kleingedruckte – sonst bezahlen Sie das am Ende teuer. Denn zusätzlich zu dem günstigen Preis kommen oft noch extra hohe Versandkosten, Gebühren für eine schnelle Lieferung oder eine spezielle Zahlungsweise. Aus dem Superschnäppchen wird so ein echter Draufleger.
Unser Tipp: Vorbildliche Shops verraten schon vor dem Bestellvorgang, welche Kosten sie für welche Versandart oder Zahlungsweise berechnen!
3. Falle: Die Bezahl-Falle
Auch beim Bezahlen sind die Nepper erfinderisch. Sehr beliebt ist die „Zahlung per Vorkasse“. VORSICHT: Bei dieser Zahlungsart tragen Sie das volle Risiko. Wird die Ware nicht geliefert oder ist der Shop geschlossen worden, haben Sie extrem schlechte Chancen, Ihr Geld wieder zu bekommen.
Auch die Zahlung per Nachnahme kann tückisch sein: zwar zahlen Sie hier erst beim Erhalt des Päckchens - trotzdem lauert auch hier Gefahr:
Wenn sich die Ware nach dem Auspacken als fehlerhaft oder gar defekt entpuppt, ist das Geld trotzdem erst mal weg.
Oft suggerieren Händler eine sichere Zahlungsweise mit dem Bezahlsystem PayPal. Sie versprechen ein Höchstmaß an Käuferschutz. Doch Vorsicht: Als Käufer sind Sie hier nur geschützt, wenn Sie bei Ebay einkaufen. Ansonsten besteht kein Schutz!. Das Geld ist unter Umständen futsch.
Online-Shopping: es ist verlockend, bequem, und schnell. Doch wer nicht aufpasst, ist leider auch ganz schnell sein Geld los.
[Wiederholung vom 3.10.2009] (Celia Baumgart)
Im Themenforum Prüfstand diskutieren.
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