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Vorsicht Kunde! Drangeblieben - Asus und der Garantie-Vertrag: "360 Euro und ich reparier' Dich trotzdem nicht!"

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"Echte" Qualität

Christian L. hat es nicht einfach: er kaufte ein teures ASUS-Notebook. Ein echtes Qualitätsgerät. Könnte man meinen.

Doch schon nach ein paar Monaten tut sich unglaubliches: Die edle Haut des 1700 Euro-Schmuckstücks beginnt sich aufzulösen. L. schickt seinen mobilen Begleiter gut gepolstert auf die Reise – in der Hoffnung, dass es bald repariert zurück kommt. zum Asus-Service ins thüringische Sömmerda. Doch das Gerät geht offensichtlich nach Holland.

Von dort bekommt Christian eine Email, die ihn aus dem seelischen Gleichgewicht bringt. "Als Antwort kam ein Kostenvoranschlag von fast 400 Euro zurück, in dem mir mitgeteilt wurde, dass ich dafür verantwortlich bin, dass die Farbe überall abblättert. Die eigentlichen Defekte, die für mich viel wichtiger waren, waren gar nicht mehr die Grundlage des Kostenvoranschlags!".

Dabei hatte Christian sogar noch Garantieanspruch! All seine Versuche die Urheber dieser Mail dingfest zu machen, laufen ins Leere. Nach Wochen der Qual, bekommt er endlich Nachricht aus Holland. Dann der Schock: In der Mail heißt es, er solle doch endlich die 400 Euro für den Kostenvoranschlag überweisen. Und weiter: "Nach Eingang der Zahlung werden wir Ihr Gerät repariert – oder unrepariert – an Sie zurück schicken!"

Wieder schreibt Christian Dutzende Mails. Asus kündigt ihm ein Austauschgerät an. Doch dann kriegt er doch sein altes Gerät zurück. Unrepariert, mit Dellen im Gehäuse und noch mehr Lackschäden. Erst als sich Christan L. sich an uns wendet tut sich was: Asus bietet an, das Gerät zurückzunehmen und den Preis zu erstatten. Allerdings wählt Asus einen etwas umständlichen Weg für die Abwicklung: Der Kunde soll das Notebook zunächst an den Händler zurückschicken, der reicht es dann über die Distribution an Asus weiter. Sobald das Gerät dort angekommen ist, überweist Asus dann das Geld an den Kunden. Froh, endlich eine Lösung für sein Problem gefunden zu haben willigt Christian L. ein und schickt das defekte Notebook wie abgesprochen an seinen Händler, die Firma "Hastecomputer" zurück. Aber damit hat das Drama noch lange kein Ende.

Weg isses

Das Notebook kam laut DHL beim Händler an und ist seitdem verschwunden – ebenso wie der Händler selbst. Die Webseite des Unternehmens ist nur noch mit Passwort zugänglich und telefonisch ist niemend mehr zu erreichen. Wir fragen also nochmals bei Asus nach. Dort zeigt man sich irritiert, schließlich wartet man immer noch auf den Eingang des Notebooks. Letztlich willigte das Unternehmen aber ein, jetzt nach einem anderen Weg zu suchen, damit Christian L. zu seinem Geld kommt. "Das Fehlverhalten des Händlers soll schließlich nicht zulasten des Kunden gehen", betonte Manfred Hein von Asus Deutschland. (Uli Geiger) / (gs)

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