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c't-Workshop: Webfilter

von cttv

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Redakteur Urs Mansmann im Gespräch mit Georg Schnurer

Selbst Grundschulkinder nutzen inzwischen ganz selbstverständlich das Internet: Sie surfen im Web, bewegen sich in sozialen Netzwerken, tauschen E-Mails aus und kommunizieren mit ihren Freunden per Instant Messenger. Was auf den ersten Blick harmlos aussieht, erweist sich bei näherem Hinschauen als Risiko, denn im Web gibt es keinerlei Jugendschutz.

Frei im Web abrufbar sind auch brutale Kriegsszenen inklusive zynischer Kommentare der beteiligten Soldaten. Eine besondere Gefahr für Kinder und Jugendliche, die noch kein gefestigtes Weltbild haben, sind politische Extremisten, religiöse Fundamentalisten und Verschwörungstheoretiker, deren Seiten auf den ersten Blick mitunter harmlos daherkommen. Auf das Geld der Eltern sind Abo-Abzocker aus, die das Konto nach Mitteilung der Handy-Nummer monatlich abräumen oder Rechnungen stellen.

c't hat 13 Webfilter für Windows getestet. Die Ergebnisse finden Sie in der Ausgabe 22/10 im Artikel "Schmutzsieb – Webfilter für Kinder-PCs unter Windows" ab Seite 138. Den Beitrag erhalten Sie auch als PDF-Datei im c't-Kiosk. Im c't-Workshop "Webfilter" sprechen Urs Mansmann und Georg Schnurer über die Grenzen und Möglichkeiten dieser Software-Gattung.

Das Filtern von Webinhalten auf PCs, die von Kindern genutzt werden, ist zu deren Schutz zwingend notwendig. Zwar wäre es ideal, die Kinder wenigstens in den ersten Jahren bei jeder Surf-Sitzung zu begleiten und bei Problemen sofort eingreifen zu können, aber den meisten Eltern fehlt dafür schlicht die Zeit.

Für den Anfang tut es ein einfacher Whitelist-Filter mit guter Trefferquote, etwa Microsoft Family Safety oder K9 Web Protection. Dessen Freigaben kann man dann Stück für Stück an den Bedarf anpassen, bis das Kind alt genug ist, um auch einmal mit einer versehentlich aufgerufenen Porno- oder Hassseite fertig zu werden.

Dann kann man entweder das Programm umkonfigurieren und weitere Inhalte zulassen – oder auf ein anderes Tool wechseln. Wer heute kleine PC-Einsteiger im Grundschulalter betreut, sollte ein Basis-Tool installieren, sich entspannt zurücklehnen und abwarten, was der Markt in den kommenden Jahren hervorbringt.

Wenn das Kind älter wird, wird nicht nur der Internet-Zugang wichtiger, sondern auch die Aufgabe der Webfilterung diffiziler. In weiterführenden Schulen bestehen die Hausarbeiten immer häufiger in umfangreichen Webrecherchen zum jeweiligen Thema. Ideal, wenn der Nachwuchs zu diesem Zeitpunkt bereits souverän mit den Themen Web und Internet umgeht – dann reicht auch ein einfacher Blacklist-Filter, der den gröbsten Schmutz aussortiert. Eine Whitelist-Lösung ist dann nicht mehr praktikabel, zu vielfältig sind die Interessen der Kinder, zu groß die mit der Freigabe verbundene Arbeit, zu hoch der Zeitdruck, um die Schularbeiten nicht zu behindern. (uma)

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