Perso mit eID: Online-Ausweisen bald mit iPhone möglich

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Die AusweisApp2 zur Nutzung der Online-Ausweisfunktion – hier auf Android – kann man künftig auch mit iPhone nutzen. (Bild: Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik)

Die weitere Öffnung der NFC-Schnittstelle mit iOS 13 wird es erstmals auch iPhone-Nutzern erlauben, die AusweisApp2 des Bundes direkt zu nutzen.

Von
  • Leo Becker

Die eID-Funktion der Personalausweise lässt sich bald auch mit iPhones nutzen: Apples Öffnung der NFC-Schnittstelle in iOS 13 wird es voraussichtlich ab Herbst ermöglichen, die Online-Ausweisfunktion des Personalausweises sowie des elektronischen Aufenthaltstitels ohne Umwege über externe Bluetooth-Kartenlesegeräte direkt mit dem iPhone zu verwenden.

AusweisApp2 kommt im Herbst 2019 aufs iPhone

Damit können künftig auch iPhone-Nutzer "von den digitalen hoheitlichen Anwendungen für Personalausweis, ePass und eVisum profitieren, zum Beispiel bei Personenkontrollen an internationalen Flughäfen", wie das Bundesministerium des Innern (BMI) mitteilte – man begrüße diesen "wichtigen Schritt".

Die für die Nutzung des elektronischen Personalausweises erforderliche AusweisApp2 des Bundes gibt es bereits seit gut zwei Jahren für Android. Die iOS-App wurde bislang nur über einen "halboffenen Feldtest" vertrieben – und erforderte externe Hardware. Zur Freigabe von iOS 13 soll sie dann "zeitgleich" über den App Store zum Download bereitstehen, wie das BMI betonte.

Apple öffnet NFC-Schnittstelle des iPhones nur langsam

Die im Auftrag des Bundes von Governikus entwickelte AusweisApp2 kann bislang nicht auf die NFC-Schnittstelle des iPhones zurückgreifen, da Apple deren Funktionalität stark beschränkt. Erst in den vergangenen zwei Jahren hat iPhone-Hersteller damit begonnen, die ursprünglich nur für den Bezahldienst Apple Pay genutzte Nahfunkschnittstelle Schritt für Schritt für Dritt-Apps zu öffnen.

Mit iOS 13 dehnt der Hersteller die NFC-Funktionalität nochmals deutlich aus, so dass etwa auch Ausweisdokumente unterstützt werde – Banking-Anwendungen, die als Alternative zu Apple Pay dienen könnten, bleiben aber weiterhin ausgesperrt.

Deutschland "und viele andere Staaten" stünden seit längerem mit Apple in Kontakt über die NFC-Öffnung, merkt das Bundesinnenministerium an. Das britische Innenministerium hatte bereits im April vorweggenommen, dass es zu einer weiteren Freigabe der Schnittstelle durch Apple kommen wird: Die oft "Brexit-App" genannte Software zur Beantragung eines dauerhaften Aufenthaltstitels in Großbritannien durch EU-Bürger ("EU Settlement Scheme") soll dann auch in vollem Umfang mit dem iPhone funktionieren – sie liest den Ausweis-Chip per NFC aus.

(lbe)

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