Hamburger Hochbahn schreibt Auftrag über Wasserstoffbusse aus

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Batterieelektrische Omnibusse von Daimler, die Hamburger Hochbahn bereits testet. (Bild: Daimler)

Die Lieferung von bis zu 50 Omnibussen mit Brennstoffzellenantrieb für die Jahre 2021 bis 2025 haben die Verkehrsbetriebe von Hamburg ausgeschrieben.

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  • Florian Pillau, mit Material der dpa

Die Hamburger Hochbahn hat einen Auftrag über die Lieferung von bis zu 50 Brennstoffzellenbussen für die Jahre 2021 bis 2025 ausgeschrieben. Zum einen werde die Hochbahn reine Brennstoffzellenhybridbusse anschaffen, zum anderen aber auch Omnibusse, bei denen die Brennstoffzelle zur Vergrößerung der Reichweite dient, teilte das Unternehmen am Dienstag (4. August 2020) in der Hansestadt mit. Für beide technischen Lösungen werden sowohl Solo- als auch Gelenk-Omnibusse ausgeschrieben.

Europaweites Verfahren

Der Ausschreibung war ein europaweites Verfahren vorausgegangen, in dem sich Hersteller für eine Teilnahme an der Ausschreibung qualifizieren konnten. Welche Anbieter dabei erfolgreich waren und wer an der Ausschreibung teilnimmt, wird nicht veröffentlicht. Die Hochbahn will bis Ende des Jahrzehnts ihre Omnibusflotte komplett auf emissionsfreie Antriebe umrüsten und setzt dabei auf Elektroantrieb mit Batterien. Die Fahrzeuge, die ihren Fahrstrom in Brennstoffzellen aus Wasserstoff erzeugen, sind eine Ergänzung und ein zweites technologisches Standbein.

Der Abschluss des Qualifizierungsverfahrens sei ein entscheidender Schritt für den Einsatz serienreifer Wasserstoffbusse in Hamburg. Gegenwärtig fahren für die Hochbahn im normalen Linienbetrieb zwei Batteriebusse mit Brennstoffzelle als Range Extender.

Bei der Hochbahn in Hamburg wurden zur Evaluierung der neuen Antriebsarten seit 2014 acht Projekte mit 37 Bussen in den Verkehr gebracht. Hintergrund ist eine Vorschrift der EU, die besagt, ab 1. August 2021 die Emissionen zu reduzieren, bis Ende 2025 bereits 45 Prozent der Omnibusse der neuen Regelung genügen.

(fpi)

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