Billig gegen teuer: Wieviel sollte man für ein gutes Gerät ausgeben?

Acht Poliermaschinen im Test

Wer sein Auto noch manuell wachst oder poliert, kann sich mit einer Poliermaschine die Arbeit enorm erleichtern. Dabei lohnt es sich, für so ein Gerät etwas mehr Geld auszugeben, wie ein Test der GTÜ nahe legt

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München, 17. August 2012 – Wer sein Auto noch manuell wachst oder poliert, kann sich mit einer Poliermaschine die Arbeit enorm erleichtern. Dabei lohnt es sich durchaus, für so ein Gerät etwas mehr Geld auszugeben, wie ein aktueller Test der Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) zeigt.

Acht Geräte im Test

Untersucht wurden dabei acht Geräte, wobei die Bandbreite von einer billigen Exzentermaschine für den Amateurbereich bis zum Rotationspolierer mit Profianspruch reichte. Testobjekt war ein roter VW Golf 3, dessen Lack im Laufe der Jahre stumpf geworden war. Seine rote Farbe eignet sich für solche Tests besonders gut, denn gerade dieser Farbton bleicht mit den Jahren aus. Zum Polieren wurde „A1 Polish & Wax“ von Dr. Wack verwendet – ein einfach zu verarbeitendes Produkt, das sich auch für eine Politur ohne Maschine gut eignet.

Schlechte Anleitung und Verpackung

Die Prüfung umfasste insgesamt zwölf Einzelwertungen in den vier großen Kapiteln Ausstattung, Anwendung, Wirkung und Preis. Komplett überzeugen konnte im Test keins der Produkte, denn auch die drei Besten im Test leisteten sich Schwächen, die eigentlich leicht zu vermeiden wären. So liefern AEG, Flex und Kunzer in der Bedienungsanleitung keine oder fast keine Hinweise darauf, wie man richtig poliert. Obwohl besonders der laienhafte Umgang mit Rotationsmaschinen mehr Schaden als Nutzen stiften kann. Die Geräte von AEG und Flex waren zudem schlecht verpackt und nur mit dem notdürftigsten Zubehör ausgestattet – und das zu Preisen von 300 und 250 Euro. Kunzer verpackt die Maschine in einen soliden Koffer und liefert wichtiges Zubehör mit.

Ausreichend Schnur?

Ein ebenfalls nicht zu unterschätzendes Problem sind zu kurze Kabel, denn eine Verlängerung kann beim Arbeiten stören. AEG; Flex und Parkside liefern rund vier Meter Kabel mit, alle andere begnügen sich mit der Hälfte. Zu große Polierteller erschweren das Arbeiten an kompliziert geformten Teilen der Karosserie. Idealmaß haben nach Ansicht der Tester mit 150 und 123 Millimeter nur AEG und Flex. Alle anderen sind mit 180 mm und mehr etwas unpraktisch. Da wir für Kanten und Ecken aber ohnehin Handarbeit empfehlen, ist der Durchmesser eher zu vernachlässigen.