Auf der IAA gibt es erstmals eine "Halle der Elektromobilität"

Auf der IAA gibt es erstmals eine "Halle der Elektromobilität"

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Von
  • Gernot Goppelt

Das Verhältnis zur Elektromobilität ist nach zwischenzeitlich etwas aufgebauschtem Optimismus sachlicher geworden. Es hat sich ein Grundkonsens herausgebildet – etwa derart, dass die Elektromobilität eine Rolle spielen wird, aber vorwiegend auf der Kurzstrecke, mit entsprechend konzipierten Fahrzeugen.

Auf der IAA (15. bis 25. September 2011) wird es im September erstmals eine Halle geben, die sich ausschließlich der Elektromobilität widmet. In der "Halle der Elektromobilität" (4.0) versammelt sich eine bunte Schar von Herstellern und Zulieferern, darunter Daimler, Opel, Chevrolet, German E-Cars, Renault, Citroen, Mitsubishi oder Peugeot. Verschiedene Zulieferer, darunter Bosch und Siemens, sind mit eigenen Ständen präsent. Auch große Unternehmen aus anderen Branchen – wie IBM, BASF, E.ON – und Verbände, darunter ZDK, VDE, sowie Hochschulen, die Gemeinschaftsstände des Landes Hessen und des Freistaats Bayern sind in der Halle der Elektromobilität vertreten. Die IAA-Besucher können Elektroautos auch auf dem IAA-Gelände probefahren (Freigelände F4).

Nach Darstellung von VDA-Präsident Matthias Wissmann soll der "branchenübergreifende Auftritt" die sich verändernde Wertschöpfungskette sichtbar machen und zeigen, dass die Mobilität von morgen einer gemeinsamen Kraftanstrengung bedarf, die über die Grenzen einzelner Industriezweige hinausgeht. Es gehe dabei um Netzmanagement, regenerative Stromerzeugung, neue Komponenten und Werkstoffe, Leichtbau und Leistungselektronik, die Integration in Form von "Smart Communities" und "Smart Grid", um intermodale Konzepte wie Car-Sharing und Telematik-Dienste sowie nicht zuletzt um die gesamte Energiespeicherfrage, welche die Entwicklung der Batteriezelle ebenso betrifft wie Recycling oder Packaging.

Der Blick auf die versammelten Unternehmen zeigt aber auch, dass die Halle fast durchweg von den Etablierten der Branche dominiert wird. Das überrascht insofern, als es eine Reihe von kleinen Anbietern gibt, die bei der Elektromobilität Pionierarbeit geleistet haben – auch sie hätten wir ganz gerne auf der IAA gesehen. Vielleicht liegt es an den hohen Standmieten, die eine Teilnahme der Kleinen verhindern, vielleicht haben sie andere Gründe, aus eigenen Stücken nicht kommen zu wollen. Ein repräsentatives Bild der Anbieter von Lösungen in der Elektromobilität kann der VDA so leider nicht vermitteln. (ggo)