Ausfahrt im VW e-Golf

Geladener Bestseller

Jetzt entscheiden die Kunden, ob sie mindestens 34.900 Euro für den e-Golf ausgeben wollen. Wird das meist verkaufte Auto der Republik auch in seiner Batterie-elektrischen Version zum Topseller? Eine Ausfahrt im neuesten Golf

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Hamburg, 15. August 2014 – Er rollt und rollt, als wolle er niemals aufhören. Um den Stromverbrauch zu reduzieren und damit die Reichweite zu erhöhen, hat Volkswagen dem e-Golf besonders leicht laufende Reifen aufgezogen. Der Lohn der Mühe: Auf einer simulierten Pendelstrecke über 40 Kilometer von der Hamburger Innenstadt in Richtung Tangstedt und zurück konsumierte der e-Golf 12,6 Kilowattstunden (kWh) pro 100 Kilometer. Ein Zehntel weniger, als das Werk angibt. Jetzt entscheiden die Kunden, ob sie mindestens 34.900 Euro für den e-Golf ausgeben wollen. Wird das meist verkaufte Auto der Republik auch in seiner Batterie-elektrischen Version zum Topseller?

Kaum zu erkennen

Das Zeug dazu hat er. Die Qualitäten des Golfs an sich sind bekannt. Konzentrieren wir uns also auf das, was den e-Golf ausmacht. Optisch unterscheidet er sich durch die speziellen Felgen sowie umlaufende blaue Linien, die unter anderem – Toyotas Hybridmodelle lassen herzlich grüßen – das Markenlogo zieren. Am leichtesten ist der e-Golf von vorne zu identifizieren. Das Tagfahrlicht ist auffällig geformt, und die serienmäßigen LED-Hauptscheinwerfer sind nicht nur mühelos erkennbar, sie bringen auch ein überzeugendes Licht in die Dunkelheit.

Im Innenraum ersetzt ein Powermeter den Drehzahlmesser. Wie von anderen Hybrid- und Elektroautos bekannt, markiert das untere Ende des „Charge“-Bereichs den Punkt, an dem nicht mehr in den Generator, sondern in die Scheiben gebremst wird. Der Tachometer reicht bis 160 km/h, wovon 140 km/h als abgeregelte Höchstgeschwindigkeit möglich sind. Die Leistung des Elektromotors von 85 kW (115 PS) sowie das Drehmoment von 270 Nm wären für deutlich mehr gut – aber wir wollen ans Ziel kommen.

Volkswagen gibt die Kapazität der Batterie mit 24,2 kWh an. Wie viel davon tatsächlich frei ist, veröffentlichen die Wolfsburger nicht. Nimmt man aber ähnlich wie bei der Konkurrenz einen Wert von 85 Prozent dieser Bruttokapazität an, verbleiben 20,57 kWh als geschätzte nutzbare Strommenge.