Automanager gegen gesetzlichen Mindestlohn

Die deutsche Autobranche sieht die mögliche Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns durch eine neue Bundesregierung kritisch. Zwar betreffe die Hersteller eine solche Regelung angesichts des hohen Lohnniveaus in Deutschland nicht direkt, aber sie könne etwa den Mittelstand hart treffen

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Audi-Chef Rupert Stadler: "Die Tarifautonomie hat sich in den letzten Jahrzehnten bewährt".

Die deutsche Autobranche sieht die mögliche Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns durch eine neue Bundesregierung kritisch. Zwar betreffe die Hersteller eine solche Regelung angesichts des hohen Lohnniveaus in Deutschland nicht direkt, aber sie könne etwa den Mittelstand hart treffen. Auf längere Sicht werde ein Mindestlohn Arbeitsplätze kosten, sagte Daimler-Chef Dieter Zetsche am Montag auf dem Autogipfel des Handelsblatts.

Audi-Chef Rupert Stadler sagte: „Die Tarifautonomie hat sich in den letzten Jahrzehnten bewährt". Kritik, die Industrie versuche über Lobbyarbeit oder Großspenden die Politik zu beeinflussen, wiesen beide Manger zurück. „Ich meine, wir sollten noch mehr zwischen Industrie und der Politik sprechen“, sagte Zetsche. Das gelte für CO2-Grenzwerte genauso wie für die Förderung von Elektromobilität. Die technischen Herausforderungen etwa bei der Verbrauchssenkung seien weitaus größer, als sie es in der Vorstellung der Politik seien.

(dpa)