BMW rüstet Stammwerk auf i4-Produktion um

BMW schließt sein Stammwerk in München im Sommer sechs Wochen lang. In dieser Zeit werde es für den Bau des neuen vollelektrischen BMW i4 umgerüstet, der nächstes Jahr in Serie gehen soll, bestätigte das Unternehmen einen Bericht der Bild Zeitung.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
Druckansicht Kommentare lesen
Von

Unternehmenssprecher Frank Wienstroth sagte am Donnerstag (16. Jan. 2020), künftig will BMW je nach Entwicklung der Nachfrage Verbrenner, Elektro- oder Hybridfahrzeuge auf einem Band bauen. „München ist Vorreiter bei der Integration der E-Fahrzeuge in die Produktion“.

Rund 6000 der 7800 Mitarbeiter im Stammwerk sollen in den bayerischen Schulferien von 27. Juli bis 7. September Urlaub machen. Die Arbeitszeitkonten könnten auch weit ins Minus gehen, erklärte der Sprecher. Jedes Werk schließe jedes Jahr für Wartung und Umrüstungen einige Wochen, in München aber jetzt etwas länger. Nur die 1700 Mitarbeiter des Motorenwerks, die für das weltweite Werksnetz täglich rund 2000 Motoren bauen, arbeiten weiter.

Mehr als 1000 Roboter müssen umgebaut werden

In München laufen im Minutentakt Autos der 3-er (Test) und 4-er-Reihen vom Band. Geplante Produktionspausen seien aber kein Problem, „wir produzieren nicht auf Halde“, sagte Wienstroth. Der 3er wird auch in Mexiko und China gebaut.

In gut einem Jahr soll in München auf denselben Linien auch das viertürige Elektro-Coupé i4 produziert werden. Dafür müssen mehr als 1000 Roboter im Karosseriebau und in der Montage umgebaut werden. Die E-Motoren für den i4 kommen aus Dingolfing, wo ebenfalls 2021 das neue Flaggschiff des Konzerns, der vollelektrisch und hochautonom fahrende SUV iNext, in Serie gehen soll.

(dpa) / (fpi)