Brenner-Streit: EU-Kommission will vermitteln

Im Streit über die Verkehrslawine am Brenner versucht die EU-Kommission weiter, zwischen Deutschland, Österreich und Italien zu vermitteln. Man habe für den 28. August zu einem Expertentreffen zum Thema Maut am Brenner eingeladen

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Europabrücke Brenner

(Bild: ASFiNAG)

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  • dpa

Im Streit über die Verkehrslawine am Brenner versucht die EU-Kommission weiter, zwischen Deutschland, Österreich und Italien zu vermitteln. Man habe für den 28. August zu einem Expertentreffen zum Thema Maut am Brenner eingeladen, hieß es aus Kommissionskreisen.

Mit Fahrverboten will Österreich ein Abweichen vom Brenner verhindern.

(Bild: ASFiNAG)

Das österreichische Bundesland Tirol hatte im Sommerreiseverkehr mit Notmaßnahmen an der sehr stark befahrenen Strecke über die Alpen für Unmut in Deutschland gesorgt. Fahrverbote sollen ein Abweichen von der mautpflichtigen Autobahn verhindern; eine sogenannte Blockabfertigung drosselt an bestimmten Tagen die Einreise von Lastwagen und führt regelmäßig zu langen Staus auf bayerischer Seite. Über den Brenner fahren nach österreichischen Angaben jährlich bis zu 2,5 Millionen Lkw.

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hatte Ende Juli 2019 bei einem Krisentreffen mit Österreich Entlastungsmaßnahmen für den Brenner vereinbart, darunter der Plan, mehr Schwerlasten mit der Bahn zu transportieren und den Lkw-Verkehr besser zu steuern. Österreich will zudem die Nutzung der Strecke mit einer sogenannten Korridormaut von München bis Verona insgesamt teurer und damit unattraktiver machen. Scheuer hatte dies zunächst abgelehnt, zeigte sich aber zuletzt gesprächsbereit. Die EU-Kommission dringt darauf, dass die betroffenen Länder und Regionen das Problem gemeinsam lösen und nicht einseitige Maßnahmen verhängen. Bei einem ersten Krisengespräch Anfang Juli waren dazu Arbeitsgruppen eingesetzt worden.

(mfz)