Wie lässt sich die Datensicherheit bei Car-to-X-Kommunikation gewährleisten?

CAST-Workshop "Mobile Security for intelligent Cars"

In Feldtests wie Sim-TD wird erprobt, wie Car-to-X-Kommuni­kation den Verkehr sicherer und flüssiger machen kann. Über die „Privacy“ der anfallenden Daten gibt es noch eine Menge Gesprächsbedarf

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  • ggo
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Darmstadt, 27. August 2009 – Die ersten Feldversuche mit der Adhoc-Kommunikation zwischen funkenden Autos sind abgeschlossen. Im Frankfurter Raum haben die Arbeiten an einem knapp 70 Millionen Euro teuren Großtest begonnen, der weltweit einzigartig ist. Was aber ist, wenn 60 Millionen Pkw in Deutschland Daten senden und empfangen, in denen sie sich gegenseitig vor Gefahren warnen oder für ihren Lenker ein Hotelzimmer bestellen? Muss dann die Abwrackprämie für die Privatsphäre der Autofahrer bezahlt werden? Werden Fahrverbote für weniger intelligente Autos fällig, die dann ein Sicherheitsrisiko sind, weil sie uninformiert im verkehr mitschwimmen? Mit diesen und weiterführenden Fragen beschäftigte sich der CAST-Workshop Mobile Security for intelligent Cars in Darmstadt.

Ein Auto warnt das nächste
Es ist gerade einmal eine Woche her, dass EU-Komissarin Viviane Reding verkündete, ab 2011 nur Autos in der EU zulassen zu wollen, die mit einem eCall-System ausgerüstet sind. Solche Systeme, die automatisch einen Notruf über ein Funknetz absetzen und via GPS die Position angeben können, gibt es bereits, etwa in der automobilen Oberklasse bei BMW. Nun sind diese eCalls eine Untermenge der Car-to-Car-Kommunikation, gewissermaßen der einfachste Fall, wenn die Karre still steht. Die Autos der nächsten Generation sollen mehr können. Sie sollen als vernetzte Informanten einander warnen, wenn Glatteis oder Nebel herrscht, oder wenn ein Auffahrunfall droht. Die Warnungen „hüpfen“ per Funk von Auto zu Auto und sollen schließlich über intelligente Verkehrsbaken in die Steuerzentralen der Straßenwacht fließen.