Consumer Reports: keine Empfehlung für Tesla Model 3

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Von
  • Clemens Gleich

Die US-Konsumentenzeitschrift Consumer Reports (CR) spricht nach ihrem Test zweier Tesla Model 3 keine Empfehlung für das Kompaktmodell aus. Obwohl das Auto den Testern viel Spaß gemacht habe, seien zwei Mängel zu groß für eine Empfehlung: die langen Bremswege und die ablenkende Bedienung über den zentralen Touchscreen.

Teslas Model 3 fährt spaßig, bremst aber seltsam.

(Bild: Tesla)

Im Bremstest aus 60 mph (96,6 km/h) kam der Wagen im Durchschnitt aus allen Bremsungen erst nach 151 ft (46 m) zum stehen. Selbst der Pickup Ford F-150 stand über 2 Meter früher. Tesla selbst gibt kürzere Bremswege an und bezweifelte die Testumstände, die jedoch gut protokolliert auf einer gepflegten Testfläche stattfanden, auf der CR alle Autos testet. Auch ein zweiter Wagen aus Kundenhand zeigte dieselben Probleme. Seltsam schien den Testern, dass der allererste Bremsweg mit 39,6 m deutlich kürzer war als alle folgenden und der Durchschnitt. Dieser Wert konnte aber nicht reproduziert werden, auch nicht nach einem Abkühlen über Nacht. Auch das Automagazin "Car and Driver" kritisierte das unvorhersehbare Bremsverhalten des Model 3. Sie maßen aus 112 km/h (70 mph) 60 m bis zum Stillstand.

Der zweite große Kritikpunkt lag in der Bedienung des zentralen Touchscreens, der alle Systeme des Wagens verwaltet. Um etwas einzustellen, müsse man stets mehrere Schritte auf dem Touchscreen gehen, monierte CR, was zu erheblicher Ablenkung führe. Dazu kamen kleinere Kritikpunkte: harte Dämpfung, unbequeme Rücksitze und erhebliche Windgeräusche bei Highway-Geschwindigkeiten.

Auf der Plus-Seite vermerkte CR außer dem Fahrspaß auch eine Rekordreichweite von bis zu 563 Kilometern. Damit eigne sich das Model 3 für viele Haushalte als alleiniges Fahrzeug. (cgl)