zurück zum Artikel

Darmstadt: Digitale Messung der Luftqualität

Kurzmeldungen

(Bild: Telekom)

Beim Bau des ersten digitalen Messnetzes in Deutschland zur Messung der Luftqualität setzen die Stadt Darmstadt und die Deutsche Telekom auf smarte Technologie. Vertreter der Stadt und des Unternehmens stellten den ersten Messpunkt vor

Oberbürgermeister Jochen Partsch, Umweltdezernentin Barbara Akdeniz und Markus Keller, Leiter Smart City der Deutschen Telekom AG, an der Ecke Heinrichstraße/Hoffmannstraße in Darmstadt am neuen digitalen Luftgütemessnetzes.
(Bild: Telekom)

Beim Bau des ersten digitalen Messnetzes in Deutschland zur Messung der Luftqualität setzen die Stadt Darmstadt und die Deutsche Telekom auf smarte Technologie. Am Montag (20. Mai 2019) stellten Vertreter der Stadt und des Unternehmens in Darmstadt den ersten von insgesamt zwölf Messpunkten vor. Das digitale Messnetz wird bis Ende 2019 erprobt. Mittelfristig soll es die bereits vorhandenen Messpunkte des Hessischen Landesamts für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) ergänzen und für deutlich mehr Daten sorgen. In Darmstadt sollen von Juni 2019 an zwei Straßen für ältere Dieselfahrzeuge gesperrt werden.

„Mit dem Messnetz der Telekom können wir an mehr Messpunkten und in Echtzeit die Luftqualität in Darmstadt überwachen“, sagte Oberbürgermeister Jochen Partsch. Die Sensoren der Messpunkte erfassen den Angaben zufolge die Schadstoffe Stickstoffdioxid, Stickstoffmonoxid und Ozon sowie Feinstaub. Bei der Entwicklung des Messsystems gelang es den Experten, die notwendige Infrastruktur von der Größe eines Containers auf eine kleine Säule zu reduzieren. Diese Technik wird an den bestehenden Gehäusen der Telekom verbaut und vernetzt.

Nach Telekom-Angaben könnten die derzeit bestehenden rund 500 Luftgütemessstationen im Bundesgebiet durch das Messnetz der Telekom um bis zu 90.000 Messstandorte ergänzt werden. Damit die Technologie das bisherige Messnetz ergänzen könne, werde der TÜV Rheinland mit einer Zertifizierung beauftragt, hieß es.


URL dieses Artikels:
http://www.heise.de/-4425955