Das Dreirad TW4XP tritt beim Automotive X Prize an

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Die scheinbar so ähnliche Lenkung unterscheidet sich aber doch erheblich: Während man beim Twike mit der rechten Hand einen Steuerknüppel benutzt, wobei das Ellenbogengelenk den Drehpunkt bildet, entspricht das Lenkprinzip im TW4XP dem eines Fahrrads, was die Kontrolle erheblich einfacher macht – Praxiseindrücke fehlen uns allerdings noch.

Ein weiterer großer Unterschied besteht im völlig anderen Aufbau des Chassis. Beim Twike gibt es einen eher filigran wirkenden Rahmen aus Aluminiumprofilen, beim TW4XP eine vergleichsweise massive Zwischenlösung aus Schalen- und Rahmenkonstruktion, die im Hinblick auf ungewollte Begegnungen vertrauenserweckender wirkt. Die gesamte Konstruktion wirkt so ein gutes Stück konsenstauglicher als das Twike, was sich allerdings auch in einem Gewicht von gut 500 Kilogramm äußert.

Ab ins Netz

Ebenfalls neu ist der Wechselrichter der Firma LTi Drives GmbH, der auch ein Rückspeisen des Stroms in das Netz erlauben soll. Ob so genannte "Vehicle to Grid"-Anwendungen wirklich funktionieren werden, ist unter Experten zwar umstritten. Wenn die Befürworter aber recht behalten sollten, könnten Elektroautos dabei helfen, das Stromnetz zu stabilisieren und vielleicht sogar als Pufferspeicher für regenerativ erzeugten Strom herhalten.

Das freilich ist noch Zukunftsmusik – jetzt geht es zunächst einmal darum, im Automotive X Prize möglichst gut abzuschneiden, nicht nur aus sportlichen Gründen, sondern weil es ein gutes Argument für die Serie wäre. Derzeit sucht die E-mobile Motors GmbH noch Investoren, damit eine Serienproduktion des Fahrzeugs auf die Beine gestellt werden kann. Ein gutes Ergebnis bei dem Wettbewerb wäre natürlich eine gute Empfehlung. Interessant ist in diesem Zusammenhang übrigens, was die Besucher der X Prize-Website über die teilnehmenden Autos denken. So liegt das TW4XPbei der "Most Stylish"-Wertung derzeit auf Platz 5, das Design scheint also schon einmal recht gut anzukommen.

Video: Das TW4XP und weitere Kandidaten drehen erste Runden auf dem Michigan International Speedway:

(ggo)