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Der neue Hyundai Kona EV

Das City-SUV Kona EV wird in der Welt der Elektromobilität viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Denn die Batteriekapazität ist im Vergleich zur Konkurrenz sehr groß. In der Folge steigt die Reichweite auf bis zu 470 Kilometer im neuen Fahrzyklus WLTP

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  • Christoph M. Schwarzer
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Hyundai gibt Strom. Nach dem Ioniq electric, auf den Kunden bis zu einem Jahr warten müssen, und dem Brennstoffzellen-SUV Nexo präsentiert der südkoreanische Hersteller den batterieelektrischen Kona: Das City-SUV Kona EV wird in der Welt der Elektromobilität viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Denn die Batteriekapazität ist im Vergleich zur Konkurrenz sehr groß. In der Folge befördert das Auto seine Passagiere bis zu 470 Kilometer weit im neuen Fahrzyklus WLTP.

Der Käufer hat beim Kona EV die Wahl zwischen zwei Batteriegrößen: Als Einstiegsversion bietet der Hyundai 39,2 Kilowattstunden (kWh) und eine Reichweite von bis zu 300 km. Die Motorleistung beträgt 99 kW (135 PS). Fans der Marke können darauf hoffen, dass dieser Speicher auch in den Ioniq eingebaut wird. Für mehr Geld – die Preise sind noch nicht veröffentlicht – verfügt der Kona EV über 64 kWh, was für die genannten 470 km reichen soll. Die Motorleistung dieses Power-Kona liegt bei 150 kW (204 PS), und für den Spurt auf 100 km/h verspricht Hyundai 7,6 (Basis: 9,3) Sekunden. Zur Ergänzung noch das Drehmoment: 395 Nm ziehen den Kopf Richtung Stütze.

Für Freunde des batterieelektrischen Fahrens ist die auf 167 km/h limitierte Höchstgeschwindigkeit weniger interessant als die Ladegeschwindigkeit: Die AC-Leistung bleibt wie bisher einphasig bei 7,2 kW. DC-seitig gibt Hyundai für beide Varianten an, in 54 Minuten auf 80 Prozent laden zu können – für den Power-Kona sind das also rund 58 kW Leistung, für die wiederum eine entsprechende Säule vorhanden sein muss.

Optisch gleicht der Kona EV weitgehend den Versionen mit Verbrennungsmotor. Die Frontmaske ist allerdings geschlossen, und die Maße des Kofferraums werden mit AC-Kabel (332 Liter) und ohne (373 l) angegeben.

Die Rahmendaten ähneln dem Opel Ampera-e

Insgesamt könnte der Hyundai Kona EV ein direkter Konkurrent zum Opel Ampera-e sein, denn die Rahmendaten sind eng beieinander. Bei Opel ist aber weiterhin unklar, in welcher Stückzahl der auf dem Chevy Bolt basierende Stromer überhaupt ausgeliefert wird. So ist der Kona EV eher im Wettbewerb mit dem Nissan Leaf zu sehen, bei dem ebenfalls demnächst zwischen zwei Batteriegrößen gewählt werden kann – der Kona EV ist jedoch 31 Zentimeter kürzer.