Deutsche Post arbeitet an Verkauf von Streetscooter

Die Deutsche Post arbeitet an einem Verkauf ihrer defizitären Elektrotransporter-Tochter Streetscooter. „Wir sind da weiterhin offen“, sagte Post-Chef Frank Appel. Die Post habe immer gesagt, sie könne sich einen Verkauf an Finanzinvestoren oder strategische Investoren vorstellen

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Die Deutsche Post arbeitet an einem Verkauf ihrer defizitären Elektrotransporter-Tochter Streetscooter. „Wir sind da weiterhin offen“, sagte Post-Chef Frank Appel am Donnerstagabend (2. Mai 2019) in Stuttgart. Die Post habe immer gesagt, sie könne sich einen Verkauf an Finanzinvestoren oder strategische Investoren vorstellen.

Es gebe keinen Zeitdruck. Die Findungsphase werde dieses Jahr sicher noch andauern. Auf die Frage, ob die Post das Geschäft auch behalten würde, antwortete Appel aber sehr deutlich: „Das ist eher unwahrscheinlich.“

Mit der Produktion des Streetscooter hat die Post nie ein finanzielles Plus erreicht. Nun soll die Tochter verkauft werden.

(Bild: dpdhl)

Die Post hatte das im Umfeld der Aachener Universität gegründete Start-up 2014 übernommen. Erst im April hatte Streetscooter-Gründer Achim Kampker das Unternehmen verlassen. Neuer Chef wurde Jörg Sommer, der vom amerikanischen Elektro-Nutzfahrzeugshersteller Chanje wechselte. Der Manager war zuvor bei Volkswagen, Renault und Daimler tätig. Mit Sommer, ist sich Appel sicher, könne man mehr aus dem Streetscooter machen. „Seit er an Bord ist, haben sich eine ganze Menge Leute bei uns gemeldet“, sagte Appel.

Was genau Sommer vorhat, ließ der Post-Chef offen: „Da will ich ihm nicht vorgreifen.“ Man arbeite aber daran, die Reichweite des Streetscooters zu erweitern. Auch im Absatz sieht Appel noch Potenzial: „Da reden wir über signifikante Summen.“