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Erste Ausfahrt: Skoda Fabia Facelift

Der Skoda Fabia bekommt die neue Polo-Plattform noch nicht. Kein Wunder, denn der erfolgreiche Kleinwagen ist nur überarbeitet worden, Ist er dennoch eine Empfehlung? Eine erste kurze Ausfahrt mit dem 110-PS-Benziner zeigt: Ja.

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(Bild: Skoda)

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Volkswagen hat ziemlich stark vorgelegt: VW Polo und Seat Ibiza, die in ihrer aktuellen Form noch recht neu sind, gehören derzeit zu den besten Autos in dieser Klasse. Beide stehen auf einer neuen Plattform, die der Skoda Fabia erst in rund zwei Jahren bekommen wird. Bis dahin soll ein Facelift den Abstand nicht zu groß erscheinen lassen. Eine erste kurze Ausfahrt mit dem überarbeiteten Modell zeigt, dass die Zeiten für den Fabia nicht einfacher werden.

Teurer Schein

Optisch gibt es nur geringe Anreize, die für das neue Modell sprechen. Neue Scheinwerfer, veränderte Stoßfänger und ein erweitertes Felgen-Angebot machen aus dem dritten Fabia noch kein neues Auto. Die nun erstmals im Fabia lieferbaren LED-Scheinwerfer sind mit 840 Euro deutlich teurer als im Ibiza. Neu sind Assistenzsysteme, wie zum Beispiel ein Toter-Winkelassistent und einer, der den Verkehr beim rückwärts Ausparken überwacht. Anders als bei anderen Herstellern bleiben die Preise für diese Helfer vergleichsweise gering: Der Spurwechsel- und Ausparkassistent kostet beispielsweise nur 230 Euro.

Aufgepäppelt hat Skoda auch die Serienausstattung des Basismodells: Ein Radio mit 6,5-Zoll-Display und USB-Anschluss sowie ein Bordcomputer sind nun auch hier ohne Aufpreis eingebaut. Dafür steigt der Einstiegspreis. Schade nur, dass Skoda dem billigsten Fabia fast alle Optionen verwehrt. Glasdach, Klimaautomatik, Tempomat, Parksensoren, Lederlenkrad, fast alle Assistenten – nichts davon ist für die Linie Active zu haben.

Das ist auch deswegen bedauerlich, weil mit nur wenigen Schritten weg vom Basismodell der Fabia deutlich teurer wird. Die mittlere der drei Ausstattungslinien liegt mit dem empfehlenswerten 95-PS-Benziner schon bei 16.790 Euro – ohne dafür eine besonders umfangreiche Ausstattung mitzubringen. Mit nur wenigen Extras nähert man sich rasch der 20.000-Euro-Marke.

Die Verarbeitung ist tadellos. Allerdings bieten die Sitze wenig Seitenhalt und die Beinauflage ist recht kurz. Dass man recht hoch thront, wird manche Fahrer aufgrund der so gewonnenen Übersicht freuen. Die Rundinstrumente bieten einen besseren Kontrast und sind jetzt bei hellem Licht leichter ablesbar.

Hörbar

Ein technisches Update hat der Fabia schon im vergangenen Jahr bekommen. Die 1.2-TSI-Vierzylinder wichen Einliter-Dreizylindern mit 95 und 110 PS. Für diese erste Ausfahrt stand ein Fabia mit 110 PS und Sechsgang-Schaltgetriebe zur Verfügung. Der hat mit dem Kleinwagen erwartungsgemäß leichtes Spiel und hält auch auf der Autobahn locker mit. Der Ibiza-Test im vergangenen Jahr hat gezeigt, dass schon die Ausbaustufe mit 95 PS fast alle normalen Ansprüche befriedigt. Wir würden die 1000 Euro, die Skoda für den 110-PS-Motor zusätzlich verlangt, anders investieren. Ein deutlicher Unterschied zu Polo und Ibiza offenbart sich bei der Dämmung: Der Fabia ist spürbar lauter. Dass der Volkswagen-Dreizylinder etwas rauer läuft als der in dieser Hinsicht vorbildliche Vierzylinder-TSI, fällt hier stärker auch als in aufwendig gedämmten Modellen.