Erste Ausfahrt mit dem 90 PS starken Skoda Fabia 1.2 TSI

Strenger Ausdruck

Der zweiterfolgreichste Skoda in Deutschland soll nach seiner umfassenden Modernisierung noch mehr Kunden ansprechen. Sie könnten sich sonst möglicherweise etwa einen Opel Corsa oder Hyundai i20 kaufen. Wir haben das tschechische Polo-Derivat mit dem 90 PS starken Vierzylinder-Ottomotor gefahren

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Lissabon, 17. Oktober 2014 – Skodas durch und durch vernünftiger Kleinwagen sieht in neuer Generation kantiger aus, wirkt kühler und rationaler. Als wollte Skoda einem allzu strengen Ausdruck entgegenwirken, kann man das Auto beispielsweise in Gelb mit schwarzem Dach, schwarzen Außenspiegeln und schwarzen Felgen bekommen. Vielleicht folgt es damit aber auch nur der Mode, wie der erfolgreich gestartete Opel Adam, diverse Mini-Modelle oder der Fiat 500. Skoda nennt das "emotional". Uns waren andere Emotionen wichtig: Auf einer ersten Ausfahrt wollten wir herausfinden, wie sich der neue Fabia nun anfühlt.

Die Länge des Fabia hat sich nur wenig verändert, sie liegt immer noch bei rund vier Metern. Doch die Breite nahm zu und die Höhe ab – das fördert einen etwas dynamischeren Eindruck. Allerdings bleibt der Wagen immer noch recht hoch und bietet damit weiterhin guten Einstiegs- und Sitzkomfort. Neu am Fabia sind die Motoren und das Infotainment.

Ein Diesel- und zwei Ottomotoren in je zwei Versionen

Man kennt alle Komponenten bereits aus dem VW Polo, die Motorenpalette ist identisch. Basis sind die neuen Dreizylinder-Ottomotoren mit einem Liter Hubraum und 60 respektive 75 PS, alternativ gibt es den 1.2 TSI mit vier Zylindern, 90 oder 110 PS. Dieselfreunde haben die Wahl zwischen einer 90- und einer 105-PS-Version des 1.4 TDI. Ein besonders sparsamer Greenline-Diesel mit 75 PS soll 2015 hinzukommen. Alle Motoren sind mit einer Stopp-Start-Automatik ausgerüstet. Wir wählten den 90 PS starken Ottomotor in Kombination mit der serienmäßigen Fünfgang-Schaltung. Angelassen wird er bei den bodenständigen Versionen per Schlüsseldreh, in der Topversion Style mit einem Startknopf in ungewohnter Position an der Lenksäule.

Mit 160 Nm bietet das Aggregat mehr als ausreichend Drehmoment für den Fabia. Schon ab etwa 1400 Touren kann man damit beschleunigen. Schnell stellt sich so etwas wie Fahrspaß ein, denn auch Lenkung und Schaltung vermitteln ein direktes Gefühl und das Fahrwerk ist im besten Sinne unauffällig: Es beweist, dass man auch ohne Wankneigung agil unterwegs sein kann, ohne dafür den Komfort zu opfern.