Evangelische Kirche: Petition für Tempo 130

Mit einer Petition will sich die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) für das Tempolimit 130 auf deutschen Autobahnen einsetzen. Von Aschermittwoch an sollen binnen vier Wochen 50.000 Unterschriften für das Anliegen zusammenkommen

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 58 Beiträge

(Bild: ADAC)

Von
  • dpa

Mit einer Petition will sich die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) für das Tempolimit 130 auf deutschen Autobahnen einsetzen. Von Aschermittwoch (6. März 2018) an sollen binnen vier Wochen 50.000 Unterschriften für das Anliegen zusammenkommen, wie EKM-Gemeindedezernent Christian Fuhrmann in Magdeburg ankündigte.

Der ADAC hat im Juni 2018 zusammengestellt, wo im europäischen Ausland man wie schnell fahren darf.

(Bild: ADAC)

Werde das Ziel erreicht, komme es zu einer öffentlichen Anhörung im Petitionsausschuss des Bundestages. „Wir wollen eine gesellschaftliche Diskussion anstoßen“, sagte Fuhrmann. Deutschland sei das einzige Land in der EU ohne Tempolimit auf Autobahnen. Vieles spreche für eine Begrenzung der maximal erlaubten Geschwindigkeit: Es sei ein sofortiger und kostenloser Beitrag zur Senkung der CO2-Emissionen, es gebe weniger Reifenabrieb und Lärm. Die Verkehrssicherheit werde erhöht. „Wirtschaftlich tut das niemandem weh“, sagte Fuhrmann.

Die EKM befasst sich schon länger mit Umweltthemen und möglichen Beiträgen, die jeder leisten kann. Landesbischöfin Ilse Junkermann sagte: „Es ist ein Bekenntnis zur Schöpfung.“ Hier nehme die Kirche Verantwortung wahr. Es hatte auch einen Beschluss des Landeskirchenrats zum Thema gegeben, der laut Fuhrmann aber nicht unumstritten war. „Wir haben in unseren eigenen Gremien heftig diskutiert.“ (mfz)