Feste Größe

Fahrbericht: Hyundai Santa Fe 2.2 CRDi

Das größte SUV von Hyundai gibt es künftig nur noch in einer Länge. Davon abgesehen bleibt Hyundai dem bisherigen Konzept des Santa Fe weitgehend treu, was an sich eine gute Idee ist. Wie fährt sich der vierte Santa Fe?

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(Bild: Hyundai)

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In Europa blieben die Absatzzahlen von Hyundai im Segment der großen SUV bisher doch sehr übersichtlich. Mit den Qualitäten der Modelle hatte das nur wenig zu tun. Vielmehr ist es so, dass ab einem gewissen Level ein klangvoller Markennamen hierzulande die Eintrittskarte zu hohen Verkaufszahlen ist – diese Karte hat Hyundai nicht. Doch wer sich vom Glanz der selbsternannten Premiumhersteller lösen kann, bekommt auch mit der vierten Generation des Santa Fe ein angenehmes Auto, wie eine erste Proberunde zeigt.

Gewachsen

Die neue Generation ist in der Länge um 7 cm auf 4,77 m und in der Breite um einen Zentimeter auf 1,89 m gewachsen. Der Radstand beträgt nun 2,77 m, was einen Zuwachs von 6,5 cm bedeutet. Das bedeutet mehr Platz im Innenraum. Anders als noch beim Vorgänger wird es keine „Langversion“ mehr unter dem Namen Grand Santa Fe geben. Den hatten ohnehin nur 15 Prozent der Käufer geordert.

Von außen wirkt der Neue moderner und so klobig, wie es dem Zeitgeschmack eben entspricht und von der Konkurrenz vielfach auch geboten wird. Die Frontpartie mit den geteilten Leuchteinheiten und dem markanten Kühlergrill folgt der neuen Designsprache von Hyundai. Immerhin: Die Fensterflächen wurden vergrößert und bieten eine bessere Rundumsicht – das scheint vielfach aus der Mode gekommen zu sein, was zu bedauern ist.

Gegen Trends

Auch im Innenraum stemmt sich Hyundai teilweise gegen einige Moden. So haben viele Funktionen eigene Tasten. Die Schalter für Sitzbelüftung und Heizung für Lenkrad und Sitze sind so üppig dimensioniert, dass man sie auch mit dicken Handschuhen bedienen kann. Auch die Assistenten lassen sich jeweils mit einem Knopfdruck aktivieren oder abschalten. Optisch mag das neben einem Audi A6 älter wirken, doch der Umstand, dass man hier vieles bedienen kann, ohne sich durch Menüs wühlen zu müssen, wirkt entspannend. Dazu gibt es zahlreiche Ablagen für Kleinkram- Hyundai hat den Santa Fe praktisch und nicht modisch eingerichtet.

Das passt gut zur allgemeinen Fahrzeugauslegung. Es ist ausreichend Platz da, sofern man nicht Erwachsene in die dritte Reihe drängt, die Hyundai gegen Aufpreis anbietet. In der zweiten Reihe gibt es auch dann noch viel Raum, wenn vorne größere Zeitgenossen Platz nehmen. Die Sitze selbst sind eher weich, bieten aber mehr Halt als die Sessel im Citroën C4 Cactus, was sie nach spätestens zwei Stunden Fahrt deutlich angenehmer erscheinen lässt. Der Kofferraum ist auf 625 Liter gewachsen, bis zu 1695 Liter sind es, wenn man die Sitze der zweiten Reihe umklappt. Gegen Aufpreis öffnet die Heckklappe automatisch und warnt vor zu niedrigen Deckenhöhen wie in Garagen oder Parkhäusern.

Für das Infotainmentsystem und die Navigation gibt es einen freistehenden Touchscreen. Im Basismodell, was in der Vergangenheit kaum jemand wollte, wird ein 5 Zoll großer monochromer Monitor eingebaut, die teureren Ausstattungslinien haben entweder ein 7- oder ein 8-Zoll-Display. Smartphones können über Android Auto oder Apple CarPlay eingebunden werden.