Maximierung

Fahrbericht Yamaha TMAX

Es geht um viel bei der siebten Auflage des Yamaha TMAX. Seit 2001 wurden 330.000 Stück des großen Rollers produziert und er ist damit eines der wichtigsten Modelle der Marke. Wir konnten den TMAX Tech MAX 560 auf seiner Premiere fahren

Lesezeit: 4 Min.
In Pocket speichern
Druckansicht Kommentare lesen 15 Beiträge
15 Bilder
Von

Inhaltsverzeichnis

Es geht um viel bei der siebten Auflage des Yamaha TMAX. Seit 2001 wurden 330.000 Stück des großen Rollers produziert und er ist damit eines der wichtigsten Modelle der Marke. Er traf besonders in Europa einen Nerv, denn 84 Prozent aller TMAX wurden bislang hier verkauft. Für 2020 gibt es den runderneuerten Roller in zwei Ausgaben, als TMAX und TMAX Tech MAX. Letzterer unterscheidet sich in der umfangreicheren Ausstattung, aber nicht in den technischen Daten vom Basismodell. Schon in der Vergangenheit erwies sich die teuerste Variante als die beliebteste unter den Käufern. Wir konnten den TMAX Tech MAX 560 auf seiner Premiere fahren.

Bei der neuesten Ausgabe überarbeitete Yamaha seinen großen Roller gründlich. Dennoch hat er seine Identität behalten, er ist auch weiterhin auf Anhieb als solcher zu erkennen. Seine voluminöse Verkleidung zeigt sich etwas geglättet, wohl aus Gründen einer besseren Aerodynamik. Die schrägen LED-Scheinwerfer sind neu geformt und die in die Verkleidung integrierten Blinker sind nun ebenfalls mit LEDs bestückt. Tatsächlich sind bis auf die Bugschürze und die Motorabdeckung alle Kunststoffteile für 2020 neu gestaltet. Ein Gag ist das T-förmige LED-Rücklicht, das den TMAX auch von hinten sofort identifizierbar machen soll.

Schlankeres Heck erleichtert das Aufsteigen

Besonderen Wert legten die Entwickler auf eine optimierte Handhabung des TMAX und verschlankten das Heck, so dass das Aufsteigen nun leichter fällt. Die 800 Millimeter hohe Sitzbank ist ergonomischer gestaltet. Schon beim ersten Aufsitzen fühlt sich der Roller sehr komfortabel an. Der Fußraum ist großzügig gestaltet und ermöglicht neben der normalen Position sogar ein Absetzen der Füße mit fast gestreckten Beinen – auf langen Strecken eine echte Wohltat. Der breite Lenker liegt gut zur Hand und das Cockpit mit dem monochromen TFT-Display und den beiden Rundinstrumenten für Geschwindigkeiten und Drehzahlen sind bestens ablesbar.

Smartkey serienmäßig

Der TMAX 560 verfügt über ein Smartkey-System und startet auf Knopfdruck, vorausgesetzt einer der beiden Handbremshebel ist gezogen. Zwei Bremshebel deswegen, weil es keine Kupplung gibt, die Leistung wird über eine Variomatik ohne Zugkraftunterbrechung übertragen. Der Sound des Zweizylinders ist prägnant, aber erfreulich dezent. Der Fahrer kann unter zwei Modi auswählen: T für Tour und S für Sport.

Für die erste Fahrt durch die Stadt wähle ich den T-Modus und der TMAX setzt sich sanft in Bewegung. Schon auf den ersten Metern fällt auf, wie butterweich der Motor Gas annimmt, kein Ruckeln, keine Verzögerung. Der Motor ist ein Paralleltwin mit 360 Grad Hubzapfenversatz, der, um die Vibrationen einzudämmen, einen horizontalen Ausgleichskolben zwischen den beiden Zylindern besitzt. Damit bietet der TMAX eine wohlige Laufruhe, man gleitet entspannt auf dem 2,20 Meter langen Roller dahin und genießt das unaufgeregte Fahrverhalten. Er ist kürzer übersetzt als der Vorgänger, was dem Sprintvermögen zugute kommt.

Neu abgestimmte Schlupfregelung

Ein Regenschauer macht den Asphalt der Straße unangenehm glitschig, doch kein Problem für das fein ansprechende ABS des TMAX, es verzögert den Roller stets sicher. Auch die nicht abschaltbare Schlupfregelung muss einige Male eingreifen, tut dies aber erst recht spät – nichts für schreckhafte Gemüter. Für seine Größe gibt sich der TMAX erstaunlich handlich und wuselt durch den Verkehr, trifft jede kleinste Lücke und biegt hurtig ums Eck.