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Fiat stellt Limousine Ægea auf der Istanbul Autoshow vor

Interkontinental

Messeberichte

Der Name ist Programm – „Ægea“ soll Ägäis, Europa und Asien in einer Modellbezeichnung miteinander verbinden. Ihn trägt ein neues Kompaktmodell, das Fiat auf der Istanbul Autoshow vorstellt. Fiat will das neue Modell in über 40 Länder verkaufen

Istanbul, 21. Mai 2015 – Der Name ist Programm – „Ægea“ soll Ägäis, Europa und Asien in einer Modellbezeichnung miteinander verbinden. Ihn trägt ein neues Kompaktmodell, das Fiat auf der Istanbul Autoshow vorstellt. „Project Ægea“ entstand in Kooperation zwischen dem Centro Stile der Fiat Chrysler Automobiles (FCA) und Tofaş R&D. Designt in Italien, entwickelt und produziert in der Türkei ist der Viertürer damit eine Kontinente übergreifende Kooperation. Mit der Verbindung der beiden Kontinente, die Bosporus-Brücke, hat er eines gemein. Sowohl die Entwicklung der Brücke als auch die des neuen Modells aus dem Hause Fiat sollen rund drei Jahre in Anspruch genommen haben.

Volle Aufmerksamkeit

Der von außen entfernt an die zweite Generation des Skoda Superb erinnernde Italiener mit einem Radstand von 2,63 Meter soll ab November zunächst in der Türkei an den Start gehen – danach folgen über 40 weitere Länder innerhalb der EMEA-Region (Europa, Mittlerer Osten und Afrika). Mit dieser Erweiterung will Fiat Chrysler Automobiles seine Position auf diesen Märkten stärken und zugleich seine Position im Segment der kompakten Limousinen weiter ausbauen. Die Vorstellung des 1,78 Meter breiten und 1,48 Meter hohen Fiat auf der Istanbul Autoshow hat neben der Geste gegenüber dem türkischen Automarkt einen weiteren Vorteil: Er ist eine der wenigen echten Premieren auf der international eher wenig beachteten Autoschau und bekommt daher volle Aufmerksamkeit.

Die Motorenpalette soll zum Start zwei Diesel- und zwei Ottomotoren bieten. Manuelle als auch automatische Getriebe und ein Leistungsspektrum von 95 bis 120 PS sollen die Limousine für einen möglichst breiten Käuferkreis interessant machen. Die Dieselaggregate geben sich laut Fiat mit weniger als vier Litern Treibstoff auf 100 Kilometer zufrieden. Im Innenraum sorgt ein fünf Zoll großer Touchscreen mit Unconnect-Infotainmentsystem für zeitgemäßes Infotainment. Auf Wunsch bietet der Fronttriebler Ausstattungsdetails wie eine Rückfahrkamera und ein TomTom-Navigationssystem. Der Kofferraum bietet ein Volumen von 510 Litern.

Die Preise stehen aktuell noch nicht fest, werden aber bei 10.000 bis 15.000 Euro vermutet. In Europa will Fiat auch Versionen mit Schrägheck und als Kombi anbieten. Damit wäre der Aegea ein Wettbewerber für Autos wie Skoda Rapid Spaceback [1] oder Dacia Logan MCV [2].

Gefertigt wird das Modell im Werk Bursa, laut FCA „einer der weltweit modernsten Produktionsstätten für Automobile“. Hier entstehen derzeit jährlich bis zu 400.000 Fahrzeuge für den türkischen Markt und den Export, darunter die Fiat Modelle Palio, Fiat Palio Weekend, Linea, Siena, Qubo und Doblò sowie die Transporter Fiat Fiorino und Fiat Doblò Cargo. Tofaş (Türk Otomobil Fabrikasi Anonim Sirket) beschäftigt rund 6.500 Mitarbeiter.


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http://www.heise.de/-2661206

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[1] https://www.heise.de/autos/artikel/Guenstling-1962778.html
[2] https://www.heise.de/autos/artikel/Dacia-stellt-neuen-Logan-MCV-in-Genf-vor-1816551.html