Frankfurt am Main: Abgasmessung per Licht

Ein Verfahren zur Abgasmessung wird ab übernächster Woche an der Friedberger Landstraße in Frankfurt am Main getestet. Gemessen wird der Ausstoß an Stickoxiden und Kohlendioxid sowie die Geschwindigkeit der Fahrzeuge, teilte die Stadt am Freitag (7. Februar 2020) mit.

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(Bild: h/o Archiv)

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Auch die Kennzeichen würden erfasst. Dies geschehe, um Rückschlüsse auf den Motortyp und den Abgasnorm des Fahrzeugs zu ermitteln. Es handele sich um eine automatisierte Erfassung, die mit dem Datenschutzbeauftragten der Stadt abgestimmt sei.

„Kennzeichenerhebung dient ausschließlich Abgasmessung“

Das Videosystem registriert ausschließlich das Kennzeichen, aber kein Bild des Fahrzeugs oder der Insassen. Die Daten würden der Zulassungsbehörde ohne Ortsangaben mitgeteilt, es erfolge auch keine Abfrage der Halterdaten. „Die Kennzeichenerhebung dient somit ausdrücklich nicht der Ahndung von Verkehrsverstößen, sondern ausschließlich der Abgasmessung“, erklärte die Stadt.

Den Test führt das Umweltbundesamt durch, er beginnt voraussichtlich übernächsten Mittwoch (19. Februar 2020) und dauert 20 Tage. Der Messpunkt liegt stadtauswärts auf Höhe der Luftmessstation zwischen Zeißelstraße und Wielandstraße. Frankfurt am Main ist den Angaben zufolge Pilotstadt.

Bei der Messung wird ein nicht sichtbarer Lichtstrahl von oben auf die Abgaswolke der vorbeifahrenden Fahrzeuge gerichtet und von einem auf der Fahrbahnoberfläche angebrachten Reflektor zurückgeworfen. Im Laufe des Jahres sollen noch andere Systeme getestet werden.

(dpa) / (mfz)