Here: Plattform zum Austausch von Fahrzeugdaten

Über eine neue Plattform des Kartendienstes Here können Autohersteller künftig die Sensordaten ihrer Fahrzeuge zur Nutzung an Software- und App-Entwickler weitergeben. Mit dem „Marketplace“ will der Kartendienst eine neutrale Drehscheibe für den weltweiten Austausch der Daten schaffen

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Der Austausch von Daten soll das autonome Fahren ein Stück voranbringen.

(Bild: Here)

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Über eine neue Plattform des Kartendienstes Here können Autohersteller künftig die Sensordaten ihrer Fahrzeuge zur Nutzung an Software- und App-Entwickler weitergeben. Mit dem „Marketplace“ will der Kartendienst, der mehrheitlich Audi, BMW und Daimler gehört, eine neutrale Drehscheibe für den weltweiten Austausch der Daten schaffen. Diese könnten dann von Dritten zum Beispiel für Verkehrswarndienste oder ähnliche Anwendungen genutzt werden, teilte Here auf der CES in Las Vegas mit.

Erste Freigabe von Daimler

Bisher sei es aus rechtlichen Gründen schwierig für die Hersteller gewesen, Zugriff auf ihre Systeme zu gewähren. Mit der zwischen Anbieter und Nutzer geschalteten neutralen Plattform löse man dieses Problem. Erster Autohersteller, der verschiedene Daten über den „Marketplace“ freigibt, ist Daimler. Audi und BMW dürften auf dieser Plattform bald folgen. BMW gibt für die Verkehrssicherheit relevante Daten außerhalb vom „Marketplace“ schon seit Juli 2019 frei.

Für Autohersteller und Zulieferer ist die Plattform eine Möglichkeit, mit ihren Fahrzeugdaten zusätzlich Geld zu verdienen. Neben den drei Herstellern sind auch die deutschen Zulieferer Bosch und Continental sowie Intel an Here beteiligt. Im Dezember 2019 hatten zudem Mitsubishi und der Telekom-Anbieter NTT aus Japan angekündigt, in großem Stil einzusteigen. Die anderen Teilhaber reduzieren dafür ihre Anteile.

(dpa) / (mfz)