Hochleistungs-Ladestation an der A7 eröffnet

Am Autohof Gramschatzer Wald an der Autobahn A7 werden zwei neue Ladesäulen eingeweiht. Bestückt wird der neue SLAM Hot Spot mit ABB Terra 53 Schnellladestationen, die 50 kW bei CCS und 43 bei Gleichstromladung zur Verfügung stellen können, eine dritte Säule mit Chademo-Anschluss folgt

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Hochleistungs-Ladestation an der A7 eröffnet
Von
  • Florian Pillau

Der BMW i3 kann per CCS in etwa 30 Minuten zu 80 Prozent aufgeladen werden.

(Bild: Christoph M. Schwarzer)

Am Autohof Gramschatzer Wald an der Autobahn A7 werden zur Stunde zwei neue Ladesäulen eingeweiht. Hier entsteht der laut Betreiber "erste hochleistungsfähige E-Mobil-Ladestandort in Deutschland". Bestückt wird der neue SLAM Hot Spot mit ABB Terra 53 Schnellladestationen, die 50 kW bei CCS und 43 bei Drehstromladung zur Verfügung stellen können, eine dritte Säule mit ChaDeMo-Ladestandard folgt laut Betreiber in vier bis acht Wochen.

Der Betreiber, die ÜZ Lülsfeld, hat den Netzanschluss der Anlage so ausgelegt, dass an allen drei Stationen beide Anschlüsse (AC&DC) gleichzeitig mit voller Leistung bedient werden können. Bereit für künftige Anforderungen sieht man sich dadurch, dass für jede Station ca. 200 kW Leistung vorgehalten werden, um künftige Entwicklungen bei der Akkutechnik mitgehen zu können.

Bislang können Elektroautos im besten Fall innerhalb rund 30 Minuten zu etwa 80 Prozent aufgeladen werden, möglich ist dies mit den Tesla-Supercharger-Stationen, die bereits an der Raststätte stehen, allerdings nur für Tesla-Fahrzeuge. Mit der neueröffneten Ladestation soll eine Ladung auf 80 Prozent künftig noch schneller gehen können, der Betreiber spricht von bis zu zehn Minuten, je nach Kapazität des Stromspeichers. Dazu muss allerdings erst einmal ein entsprechendes Fahrzeug auf den Markt kommen. Am nächsten dran ist zu Zeit Kia mit dem Soul, der bereits 100 kW wegstecken kann.

Als Haupthindernisse für den Ausbau der Elektromobilität gelten neben dem vergleichsweise hohen Preis der Fahrzeuge auch die geringere Reichweite, die lange Ladedauer und die derzeit noch unzureichende Infrastruktur von Ladestationen. Außerdem ist der Spritpreis an den Zapfsäulen derzeit vergleichsweise niedrig. Von den mehr als 44 Millionen Fahrzeugen, die in Deutschland zugelassen wurden, sind nicht einmal 130.000 Elektro- oder Hybridautos. (fpi)