IBM will mit Conti Toll Collect gemeinsam betreiben

Continental will sich offenbar zusammen mit IBM um den Betrieb des Mautsystems Toll Collect bewerben. Beim Bundesverkehrsministerium wollten sich neben dem bisherigen Konsortium aus Deutscher Telekom, Daimler und der französischen Cofiroute auch IBM und Conti mit einem weiteren Partner bewerben

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Die Mautpflicht für Lastwagen wird mit diesen Schildern an den Grenzübergängen angezeigt.

(Bild: Toll Collect)

Der Reifenhersteller und Autozulieferer Continental will sich laut einem Pressebericht zusammen mit dem US-Konzern IBM um den Betrieb des deutschen Mautsystems Toll Collect bewerben. Im vertraulichen Vergabeverfahren beim Bundesverkehrsministerium wollten sich neben dem bisherigen Konsortium aus Deutscher Telekom, Daimler und der französischen Cofiroute auch IBM und Conti mit einem weiteren Partner bewerben, schreibt das Handelsblatt (Ausgabe vom 28.2.17) unter Berufung auf Branchen- und Koalitionskreise.

Conti wollte zu dem Artikel keine Stellung nehmen, bei IBM war zunächst niemand für einen Kommentar zu erreichen. Die Telekom und Daimler bestätigten, an dem Betrieb auch über das Jahr 2018 hinaus festhalten zu wollen. Beide halten rund 45 Prozent an Toll Collect. Zu den Details der Ausschreibung wollten sich die Unternehmen - wie auch das Bundesverkehrsministerium – nicht äußern.

Das deutsche Mautsystem Toll Collect ist zuständig für die Erhebung der Lkw-Maut auf deutschen Fernverkehrsstraßen. 2016 nahm der Staat darüber 4,6 Milliarden Euro ein. Für den Zeitraum ab September 2018 wird der Auftrag neu vergeben, der bisherige Vertrag läuft aus. Auch auf dem kompletten, 39.000 Kilometer langen Netz an Bundesstraßen soll künftig Maut erhoben werden. Der neue Vertrag soll dann bis 2030 bestehen.