Im Test: Renault Zoe R240

Stromschnäppchen

Der König des heimischen Schnellladens – in der Garage ist er in einer Stunde zu 80 Prozent voll – wird bis Jahresende mit 5000 Euro Nachlass verkauft. Man kann ihn nahezu blind bestellen. So lange man nicht mit den versprochenen 240 Kilometer Reichweite rechnet

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Der König des heimischen Schnellladens – in der Garage ist er in einer Stunde zu 80 Prozent voll – wird bis Jahresende mit 5.000 Euro Nachlass verkauft. Man kann ihn nahezu blind bestellen. So lange man nicht mit den versprochenen 240 Kilometer Reichweite rechnet

(Bild: Christoph M. Schwarzer)

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  • Christoph M. Schwarzer
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Hamburg 16. November 2015 – Der Renault Zoe, König des heimischen Schnellladens, trägt jetzt das Kürzel R240. Zumindest im Szenejargon der Elektroautoforen. Knapp drei Jahre nach seiner Vorstellung wurde die Technik überarbeitet. Zuerst die schlechte Nachricht: Die hinter der Zahl 240 stehende Reichweitenerwartung konnte der Renault nicht erfüllen. Gute Nachrichten gibt es trotzdem mehrere: Den Renault Zoe kann man nahezu blind bestellen. Er ist einfach ein durchdachtes und gut gemachtes Batterie-elektrisches Auto. Ohne Firlefanz, mit klarer Form und, ganz wichtig, mit der serienmäßigen Fähigkeit, an der Wallbox in der Garage in einer Stunde zu 80 Prozent geladen zu sein. Zurzeit bietet Renault außerdem pauschal 5000 Euro Nachlass. Wer bis Ende dieses Jahres unterschreibt, bekommt als Privatkunde außerdem in den ersten zwei Jahren für je zwei Wochen einen Clio umsonst. Falls doch mal eine lange Strecke anliegt.

Wir fuhren den Renault Zoe in der Ausstattungsvariante Intens. Bereits in der Basislinie namens Life haben alle Zoe Klimaautomatik, Tempomat inklusive Speedlimiter, Navigationssystem sowie Wärmepumpe für Heizung und Kühlung (VW e-Golf: 975 Euro Aufpreis, BMW i3: 660 Euro). Der Intens hat zusätzlich zum Life Rückfahrkamera, Licht- und Regensensor, Lederlenkrad, Alufelgen und weitere Details serienmäßig. Der Grundpreis beim Intens beträgt 23.300 Euro. Minus 5000 Euro Aktionsangebot macht 18.300 Euro plus, ach ja, da war doch was, der monatlichen Batteriemiete. Diese beginnt – jeweils bezogen auf 36 Monate Laufzeit – bei 49 Euro für 5000 Kilometer/Jahr und steigt über 86 Euro für 15.000 Kilometer auf maximal 142 Euro für 30.000 Kilometer pro Jahr an.

Komplettkauf nicht möglich

Das Vertriebsmodell aus Fahrzeugkauf und Batterieleasing ist vielfach diskutiert worden; hier muss letztlich jeder Interessent selbst rechnen und entscheiden, ob er damit einverstanden ist. Konzernpartner Nissan jedenfalls bietet beim Leaf inzwischen die Option an, das Auto komplett zu kaufen. Das große Plus der gemieteten Batterie ist eine quasi immerwährende Garantie auf den elektrochemischen Speicher. Angesichts der guten Langzeitergebnisse, die Batterie-elektrische Autos bisher erzielt haben, ist allerdings fraglich, ob diese Strategie noch notwendig ist.