Japan klagt gegen Nissan und dessen Ex-Chef Ghosn

Gegen den seit drei Wochen in Haft sitzenden früheren Nissan-Chef Carlos Ghosn sowie den Konzern selbst ist in Japan Anklage wegen Verstoßes gegen Börsenauflagen erhoben werden

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Von
  • dpa

Carlos Ghosn hatte 1999 die Führung von Nissan übernommen, um den verschuldeten Konzern aus der Krise zu führen. 2005 kam er auch an die Spitze von Renault.

(Bild: Renault)

Gegen den seit drei Wochen in Haft sitzenden früheren Nissan-Chef Carlos Ghosn sowie den Konzern selbst ist in Japan Anklage wegen Verstoßes gegen Börsenauflagen erhoben werden. Das bestätigte Nissan am Montag (10. Dezember 2018) in Tokio. Man nehme die Situation „extrem ernst“, hieß es in einer schriftlichen Stellungnahme des Renault-Partners.

Die Staatsanwaltschaft wirft Ghosn, einem weiteren ebenfalls in Haft sitzenden Ex-Manager sowie dem Unternehmen insgesamt vor, Geldbezüge in offiziellen Berichten als zu niedrig beziffert zu haben. Ghosn war am 19. November in Tokio festgenommen worden. Die Staatsanwaltschaft erließ erneut einen Haftbefehl, womit sich die Untersuchungshaft für den 64-Jährigen bis zum Jahresende hinziehen könnte.