Kabinett beschließt steuerliche E-Auto-Förderung

Das Bundeskabinett hat am Mittwoch (31. Juli 2019) ein Steuerpaket zur Förderung der Elektromobilität beschlossen. Konkret geht es um Sonderabschreibungen für Elektro-Lieferfahrzeuge sowie um eine Verlängerung eines Steuerprivilegs für Elektroautos als Dienstwagen

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Das Bundeskabinett hat am Mittwoch (31. Juli 2019) ein Steuerpaket zur Förderung der Elektromobilität beschlossen. Konkret geht es um Sonderabschreibungen für Elektro-Lieferfahrzeuge sowie um eine Verlängerung eines Steuerprivilegs für Elektroautos als Dienstwagen. Außerdem beschloss das Kabinett unter anderem steuerliche Verbesserungen bei Job-Tickets.

Elektroautos wie dieser Kia e-Soul (Test) sollen länger gefördert werden.

(Bild: Clemens Gleich)

Seit Anfang 2019 gibt es für Arbeitnehmer, die ihr E-Auto als Firmenwagen privat nutzen, eine Sonderregelung. Statt monatlich ein Prozent des Listenpreises als geldwerten Vorteil zu versteuern, gilt für Elektro- und Hybridfahrzeuge ein halbierter Satz von 0,5 Prozent. Diese Regelung läuft nun bis 2030.

Die Anschaffung neuer, rein elektrisch betriebener Lieferfahrzeuge wird von 2020 bis 2030 mit einer Sonderabschreibung gefördert. Mit einmalig 50 Prozent der Anschaffungskosten soll sie die reguläre Abschreibungsmöglichkeit ergänzen. Die Sonderabschreibung gilt nur für gewerblich genutzte Elektrolieferfahrzeuge und beschränkt sich auf kleine und mittelgroße Nutz- oder Lieferfahrzeuge.

Ebenfalls bis 2030 verlängert werden die Steuervorteile für Diensträder. Die kostenfreie Überlassung eines Dienstfahrrades auch für private Zwecke ist für den Beschäftigten seit 2019 steuerfrei und war bisher bis Ende 2021 befristet.

Eine steuerliche Verbesserung beim Job-Ticket ist eine neue Pauschalbesteuerung ohne Anrechnung auf die Entfernungspauschale. Durch die neue Möglichkeit soll dem Arbeitgeber die Möglichkeit gegeben werden, die Akzeptanz von Job-Tickets zu erhöhen.