Kfz-Gewerbe: Daten auch für freie Werkstätten

Hessens Autohäuser und Werkstätten wollen an die Autodaten ihrer Kunden ran. Es sei ein Alarmsignal für Handel und Service, wenn die Hersteller direkte Datenschnittstellen zu ihren Kunden aufbauten, erklärte der Präsident des Kfz-Gewerbes Hessen

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(Bild: ProMotor / Kfz-Gewerbe Hessen)

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Das Kfz-Gewerbe Hessen setzt sich dafür ein, dass auch freie Werkstätten an die Daten von Kundenautos kommen.

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Hessens Autohäuser und Werkstätten wollen an die Autodaten ihrer Kunden ran. Es sei ein Alarmsignal für Handel und Service, wenn die Hersteller direkte Datenschnittstellen zu ihren Kunden aufbauten, erklärte der Präsident des Kfz-Gewerbes Hessen, Jürgen Karpinski, am Dienstag in Frankfurt. Man müsse mit den Herstellern über eine künftige gemeinsame Datennutzung sprechen.

Immer mehr digitalisierte Autos senden Betriebsdaten an die Hersteller. Mit vorheriger Freigabe durch die Kunden benötigten die Werkstätten ausschließlich fahrzeugrelevante Daten etwa zu anstehenden Inspektionen oder sich anbahnenden Schäden, erläuterte Karpinski. Auf dieser Grundlage könne man die Kunden gezielt ansprechen und ihnen bessere Dienstleistungen anbieten. Über Schnittstellen sollten die Informationen auch freien Werkstätten zugänglich sein.

Kritisch sieht der Verband nach wie vor Bestrebungen der Versicherungswirtschaft, sich bei der Schadensregulierung frühzeitig zwischen Kunde und Werkstatt zu schalten. Vize-Präsident Michael Kraft warnte die Konsumenten davor, ihren Schaden per App von der Versicherung schätzen zu lassen. Bei einem solchen Verfahren gehe Schnelligkeit auf Kosten der Gründlichkeit, im Zweifel müssten am Schluss die Kunden später auftretende Schäden selbst bezahlen.

(dpa)