Kfz-Gewerbe: Politik muss Diesel-Nachrüstung verordnen

Das Kfz-Gewerbe verlangt eine staatliche Verordnung, um die Nachrüstung älterer Dieselautos verbindlich zu regeln. Die vom Wertverfall ihrer Autos betroffenen Fahrzeughalter müssten endlich eine Handlungsoption erhalten, sagte der Vorsitzende des hessischen Kfz-Gewerbes, Karpinski

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Karpinski sieht die Autohersteller moralisch in der Pflicht, alte Diesel nachzurüsten.

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Das Kfz-Gewerbe verlangt eine staatliche Verordnung, um die Nachrüstung älterer Dieselautos verbindlich zu regeln. Die vom Wertverfall ihrer Autos betroffenen Fahrzeughalter müssten endlich eine Handlungsoption erhalten, sagte der Vorsitzende des hessischen Kfz-Gewerbes, Jürgen Karpinski, am Donnerstag (8. März 2018) in Frankfurt. Pro Euro-5-Diesel-Fahrzeug rechne er mit Kosten zwischen 1200 und 1500 Euro.

Der VW-Händler Karpinski forderte die Hersteller auf, sich nicht länger den „technisch möglichen und nachgewiesen wirksamen“ Hardware-Lösungen zu widersetzen. Moralisch seien sie weiterhin in der Pflicht, die entstehenden Kosten zu übernehmen. Die Autoindustrie hat bislang den Einbau nachträglicher Abgasreinigungsanlagen abgelehnt und stattdessen auf Software-Updates gesetzt, um den Stickoxid-Ausstoß der Fahrzeuge zu senken.

Der Wertverfall der Diesel-Fahrzeuge insbesondere in Ballungsgebieten sei dramatisch und bedrohe zahlreiche Autohändler in ihrer Existenz, sagte der auch auf Bundesebene verantwortliche Verbandspräsident. Das KfZ-Gewerbe spreche sich klar gegen kommunale Fahrverbote und auch gegen die Einführung einer blauen Plakette aus. Jede Kennzeichnung würde sämtliche Autofahrer mit Diesel-Fahrzeugen ab Schadstoffklasse Euro 5 benachteiligen, ohne dass sie für die Situation verantwortlich seien.

(dpa) / (mfz)