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Kia e-Niro: Kleines Update nach nur einem Jahr

Seit ziemlich genau einem Jahr ist der e-Niro auf dem Markt und Kia kann sich über mangelnden Zuspruch wahrlich nicht beklagen. Trotzdem schieben die Koreaner schon jetzt ein kleines Update nach

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Seit ziemlich genau einem Jahr ist der e-Niro auf dem Markt und Kia kann sich über mangelnden Zuspruch wahrlich nicht beklagen. Die Nachfrage zeigt sich weniger in den absoluten Zahlen als in der Lieferfrist. 412 von 3812 neu zugelassenen Kia Niro hatten hierzulande in den ersten elf Monaten 2019 einen batterieelektrischen Antrieb. Doch wer das SUV mit E- Antrieb heute bestellt, muss reichlich Geduld aufbringen oder einen raren Lagerwagen ergattern. Neue Anreize wäre also – zumal nach so kurzer Zeit – eigentlich nicht nötig. Doch Kia aktualisiert den e-Niro trotzdem, wenn auch nur sanft.

Düsen verlegt

Äußerlich sind die Eingriffe minimal. Die Heckleuchten bekommen eine neue Grafik, optional kann das SUV nun auch in einem Yacht-Blau bestellt werden. Erstaunlich umfangreich sind dagegen die Veränderungen innen. Hier wird ein neues Navigationssystem angeboten, dessen auf 10,25 Zoll gewachsener Bildschirm die Verlegung der mittleren Lüftungsdüsen nötig machte. Sie sind nicht mehr neben, sondern nun unter dem Touchscreen.

Das neue Infotainmentsystem bietet Bluetooth-Mehrfachverbindungen und eine Split-Screen-Funktion. Inklusive ist der Online-Dienst UVO Connect mit dem Service Kia Live und der UVO-App. Kia Live bietet Online-Informationen unter anderem zu Verkehrslage, Wetter und Ladestationen. Das Navigationssystem bezieht diese Daten über eine eigene SIM-Karte. Mit der UVO-App für Android- und iOS lassen sich Fahrzeuginformationen abrufen, Routen an das Navigationssystem übertragen, die Klimaautomatik fernbedienen und das Fahrzeug orten.

Neues Ladegerät

Die Antriebsstränge ließ Kia unangetastet. Es bleibt also bei den bekannten zwei Ausführungen mit 100 kW und 39,2 kWh Batteriekapazität sowie mit 150 kW und 64 kWh (Test). In beiden Fällen lässt sich eine leere Batterie innerhalb von 54 Minuten auf einen Ladestand von 80 Prozent bringen, sofern man eine Ladesäule mit 100 kW nutzt. Neu ist ein aufpreispflichtiges 10,8-kW-Ladegerät für dreiphasigen Wechselstrom. Anders als bei der Nutzung einer normalen, mit 16 Ampere abgesicherten 230-Volt-Steckdose reicht damit eine Nacht locker aus, um auch die große Batterie wieder komplett zu füllen.

Keine Preiserhöhung

Eine rege Nachfrage führt in der Marktwirtschaft naheliegenderweise zu höheren Preisen. Kia ist auch hier für eine Überraschung gut: Der e-Niro soll trotz enormer Lieferzeiten auch mit dieser kleinen Überarbeitung nicht teurer werden. Das Basismodell gibt es wie bisher ab 35.290 Euro, die Version mit 150 kW und großem Speicher ab 39.090 Euro. In beiden Fällen darf noch die kürzlich erhöhte Prämie abgezogen werden. Einer rasche Verkürzung der Lieferzeiten erscheint vorerst ziemlich unwahrscheinlich.

(mfz)