Der Prototyp smart forstars gibt Ausblicke auf die künftige Smart-Generation

Kleinwagen großes Kino

Die Zwangs-Ehen von Infotainment mit Automobilität mehren sich: Nach dem "rollenden iPhone" (Mercedes über die A-Klasse) zeigt smart auf dem Pariser Autosalon 2012 nun einen Prototypen mit Videoprojektor

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  • Florian Pillau
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Stuttgart, 17. September 2012 – Die Zwangsehen von Infotainment mit Automobilität mehren sich: Nach dem "rollenden iPhone" ("Mercedes-Benz verleiht dem iPhone Räder" war eine der ersten Pressemeldungen zur neuen A-Klasse überschrieben) zeigt Smart auf dem Pariser Autosalon (29. September bis 14. Oktober 2012) nun einen elektrisch angetriebenen Videoprojektor mit zwei Sitzplätzen. Die Studie "forstars" soll einen Ausblick auf die 2014 folgende, in Kooperation mit Renault entstehende neue Smart-Generation – und – bei freiem Nachthimmel – auch durch seine Glaskuppel auf die Sterne bieten. Daher die Modellbezeichnung. Gleichzeitig spielt sie auf die cinematographischen Fähigkeiten des Showcars an.

Vergiss Querparken!

Der Neue sieht aus, als sei dem Designer das noch weiche Tonmodell auf den Boden gefallen. Mit 3,55 Meter ist er 85 cm länger als ein smart fortwo (!), die Breite gibt smart mit 1,71 Meter an. 1,51 Meter ist er hoch. Gegenüber dem Smart fortwo wächst der Radstand um 60 Zentimeter auf 2,47 Meter. Vergiss Querparken! Oder anders gefragt: Wo ist dann die Rückbank?! Aber nein, die geht sich ja schon wegen der breiten Räder nicht aus ...

Die Spur wächst in der Front um beachtliche 19 und im Heck um 14 Zentimeter. Sie misst nun an beiden Achsen 1,48 Meter. Dies lässt Platz für eine 90 Zentimeter lange Ladefläche, die beim Öffnen der Heckklappe ein wenig ausfährt. Wer seinen Kofferraum nicht peinlich von Kleinkram freihält, wird beim Einfahren gewiss interessant unterhalten.

Zwerg Nase

Die Grundzüge der Karosserie teilt sich die Studie mit dem Prototypen Smart for-us, der Anfang 2012 auf der Detroit Motor Show gezeigt wurde. Das Gesicht zeigt zwar die Smart-Familienzugehörigkeit, bietet jedoch einiges an Neuerungen. Die Fußgängersicherheit verpasst dem Smart erstmals eine Nase, die Scheinwerfer mit LED-Blink- und Tagfahrlicht haben Augenbrauen. Die Leuchten am Heck lassen sich aufklappen. Auf der rechten Seite versteckt sich eine Ladesteckdose für den Elektroantrieb, links lässt sich eine Getränkedose verstauen. (Warum eigentlich außen?) Ähnlich unpraktisch müssen im richtigen Leben auch die riesigen 21-Zoll-Felgen sein.