Kraftstoffpreise: E10 oft so teuer wie E5

2020 bringt durch verschärfter Umweltvorschriften das gewohnte Preisgefüge an den Tankstellen durcheinander: Das eigentlich billigere Super E10 mit höherem Biospritanteil kostet inzwischen vielerorts genau so viel wie Super E5

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(Bild: Aral)

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Den ADAC erreichen viele Anfragen seiner Mitglieder zu diesem Thema. „Die Preisdifferenz zwischen E10 und E5 hat sich seit Anfang des Jahres verringert“, sagte eine Sprecherin des Automobilclubs am Dienstag (14. Januar 2020). „Dafür sind verschiedene Faktoren verantwortlich, insbesondere gehen wir von einer strategischen Preissetzung einiger Mineralölkonzerne aus.“

Höhere Bio-Quote

In der Vergangenheit lag der Preisunterschied meist zwischen zwei und vier Cent pro Liter. Der Verband der Mineralölwirtschaft (MWV) in Berlin erläuterte, dass die gesetzlich vorgeschriebene Biokraftstoff-Quote seit 1. Januar 2020 höher ist als früher: „Zu Jahresbeginn ist die zu erfüllende Treibhausgas-Minderungsquote im Straßenverkehr von 4 auf 6 Prozent gestiegen“, erklärte ein Sprecher. „Dies erfordert eine höhere Beimischung von teureren Bio-Komponenten wie etwa Ethanol bei Benzin.“ E10 hat einen höheren Anteil an Bioethanol als E5.

Die Folge ist laut Verband „im Tankstellensektor ein hartes Ringen in der Preispolitik“. Allerdings gilt das nicht für alle Tankstellen. „Die Unternehmen verfolgen unterschiedliche Strategien“, erklärte der Verband. Laut ADAC-Messungen bringt die Verwendung von E10 im Schnitt einen leicht erhöhten Benzinverbrauch mit sich.

(dpa) / (mfz)