Land Rover wertet Evoque mit Neunstufenautomat und Torque-Vectoring auf

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Wie man ein SUV fahraktiver, komfortabler und gleichzeitig effizienter machen kann, zeigt Land Rover. Der Evoque wirkt dank Neunstufenautomat leichtfüßiger und mit dem neuen Torque Vectoring verblüffend fahrdynamisch

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Zürich (Schweiz), 22. November 2013 – Der Land Rover Evoque wird mit Neunstufenautomat, abkoppelbarem Hinterradantrieb, Torque Vectoring und einer Stopp-Start-Funktion aufgewertet. Diese Maßnahmen sollen der Effizienzsteigerung im Normzyklus und damit dem Flottenverbrauch dienen, andererseits haben sie das Zeug dazu, das SUV fahraktiver und komfortabler zu machen. Ersteres war ein Desiderat, während es mit dem Komfort eigentlich schon ganz gut klappte. Wie gut das gelungen ist, konnten wir auf einer längeren Ausfahrt probieren.

Mit neun Stufen im quer eingebauten Getriebe ist der Evoque nun – zumindest noch für kurze Zeit – allein unterwegs in Europa. Erst, wenn Chrysler es geschafft haben wird, die Signale aus der Motorsteuerung des Jeep Cherokee für den baugleichen Automaten verständlich zu machen, wird diese Alleinstellung ein Ende finden. Der Evoque ist bereits seit 2011 ein großer Erfolg für Land Rover. Das Neungang-Automatgetriebe löst das mit sechs Stufen ab und ist Pflicht in Verbindung mit dem zwei Liter großen Ottomotor namens Si4. Darüber hinaus kann es mit allen Dieselmotoren in Verbindung mit Allradantrieb für 2330 Euro bestellt werden. Unser Auto hatte einen 2,2-Liter-Vierzylinder Selbstzünder „SD4“ mit 190 PS und 420 Nm.

Sichtbare Gangwechsel

Gleich beim Losfahren sieht man die vielen Schaltvorgänge. Ja, „sieht“: gerade in der Stadt, auf Pflaster und anderen Unebenheiten ist es eigentlich vor allem der Drehzahlmesser, an dem die Gangwechsel ablesbar sind. Hör- oder spürbar sind sie meist nicht, was gut ist, denn sonst würden sie die Besatzung wohl über kurz oder lang nerven. Sinn dieser Übung ist, die Drehzahl des Motors möglichst in jeder Situation möglichst gut an die Lastanforderung anzupassen, um den Verbrauch des Motors weiter zu senken. Bekanntermaßen laufen Gaswechsel- und Verbrennungsabläufe je nach Belastung bei einer bestimmte Drehzahl am energieeffizientesten ab. Dazu wurde auch die Spreizung, also der Abstand vom höchsten zum niedrigsten Übersetzungsverhältnis deutlich vergrößert. Sie liegt bei 9,84, während das Sechsgang-Pendant nur etwa den Faktor sechs aufwies. In der höchsten Stufe dreht der Motor dadurch bereits bei 120 km/h 700/min niedriger. Beeindruckend, wie vergleichsweise angestrengt sich dagegen ein Evoque mit Sechsstufen-Automatik anfühlt.