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Phasenwechsel

Modellpflege für Smart EQ Fortwo und Forfour

Modellpflege für Smart Fortwo und Forfour

Mit dem modellgepflegten Smart, den die Daimler AG auf der IAA (12. bis 22. September 2019) vorstellt, schließt sich gewissermaßen ein Kreis: Er ist das Modell, das über 2020 hinaus Gültigkeit haben und damit das Versprechen einlösen wird, das Auto nur noch elektrisch anzubieten

Mit dem modellgepflegten Smart, den die Daimler AG auf der IAA (12. bis 22. September 2019) vorstellt, schließt sich gewissermaßen ein Kreis: Er ist das Modell, das über 2020 hinaus Gültigkeit haben und damit das Versprechen einlösen wird, das Auto nur noch elektrisch anzubieten.

Das rein elektrische Fahren war bereits in seiner Planungsphase seit den 80er-Jahren angelegt, als man das Fahrzeug noch als Mobilitätskonzept dachte, inklusive Infrastruktur, wie passenden Eisenbahnwaggons für die Langstrecke. Als Daimler den Kleinstwagen dann tatsächlich als „Smart“ baute, traute man der E-Mobilität so wenig, dass es ihn nur mit Verbrennungsmotor, später sogar als Diesel gab – nicht jedoch als E-Mobil.

Urban Lifestyle, von Anfang an

Aus einem Mobilitätskonzept hat Daimler ein nur wenig visionäres Auto gemacht, das sich von einem normalen vor allem durch den Verzicht auf die hintere Sitzreihe unterschied. Immerhin konnte man damit noch quer parken – anfangs jedenfalls. Den schleppenden Verkauf des Smart kann man bis heute zum einen darauf zurückführen – und andererseits auf den hohen Preis, denn mit dem Forfour haben sich die Verhältnisse ja nur wenig geändert. Um ihn wenigstens vor einem Teil der Kundschaft rechtfertigen zu können, hat Daimler den Smart von Anfang an zu einem Lifestyle-Ding erklärt.

So wurde ein schlichter zu einem sehr designlastigen Kleinstwagen hochgejazzt und daher ist die Meldung von einer neuen Gestaltung beim Smart auch heute noch bedeutungsvoller als die zu einer Karosserieüberarbeitung eines VW Polo. Das neue Erscheinungsbild wirkt tatsächlich erwachsener, was kein Kunststück ist angesichts der bis in die noch aktuelle Generation zu erkennenden Bemühung, legoartig verspielt rüberzukommen.

Technisch unverändert in die elektrische Phase

Technisch hat sich am Smart EQ nichts getan – jedenfalls, was die Hardware betrifft. Es bleibt bei den Modellen Fortwo Coupé und Cabrio sowie Forfour beim elektrischen Antrieb mit 41 kW/60 PS und bis zu 159 Kilometer Reichweite.

Wie sich das fährt und anfühlt, können Sie in unserem Test zum Smart EQ [1] nachlesen. In den Bereichen „Bedienung“ und „Vernetzung“ verspricht uns Daimler dafür neue Welten. So soll das Infotainment „mit einer nahtlosen Smartphone-Integration“ sein gewohntes digitales Bedienumfeld bieten. Mit der smart EQ Control App und „ready to“-Services soll der Benutzer die intuitiven Möglichkeiten nutzen, die man von einem Connected Car erwartet. Neu ist die Zusammenarbeit mit der Firma Plugsurfing. Der Ladenetzwerk-Partner soll dem Kunden nun ermöglichen, „fast jede“ Ladesäule zu nutzen. Angemeldet und abgerechnet wird über die neu programmierte App „smart EQ control“.

Das Basismodell wird in den Ausstattungs-Versionen „passion“, „pulse“ und „prime“ verkauft, dazu lässt sich je eines von den drei Paketen „Advanced“, „Premium“ oder „Exclusive“ wählen und dazu dann noch die bevorzugte Farbe. Es bleibt bei der Option auf einen 22-kW-Bordlader, der die Batterie wie gehabt in knapp 40 Minuten von 10 auf 80 Prozent füllen kann – wenn man eine drei Phasen-Lademöglichkeit findet.

Zu Bestell- und Verkaufsbeginn und den Preisen für die überarbeiteten Smart-Modelle wird sich der Hersteller wohl frühestens auf der IAA äußern.


URL dieses Artikels:
http://www.heise.de/-4516996

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/autos/artikel/Unterwegs-im-Smart-EQ-fortwo-Der-Logische-4197956.html