Partikelsauger am Neckartor auch mit NOx-Filtern

Filtersäulen am Neckartor filtern jetzt auch Stickstoffdioxid Neben Feinstaub sollen die Filtersäulen am Stuttgarter Neckartor künftig auch Stickstoffdioxid aus der Luft saugen. Die Herstellerfirma Mann+Hummel rüstet die 17 Geräte entlang der Straße dafür mit neuen Filtern aus

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Neben Feinstaub sollen die Filtersäulen am Stuttgarter Neckartor künftig auch Stickstoffdioxid aus der Luft saugen. Die Herstellerfirma Mann+Hummel rüstet die 17 Geräte entlang der Straße dafür mit neuen Filtern aus, wie sie am Mittwoch (24. April 2019) mitteilte.

Die Filtersäulen am Neckartor sind für M+H ein riesen Werbegag. Immerhin filtern sie jetzt auch Stickstoffdioxid. 

Den Angaben zufolge handelt es sich dabei erst einmal um eine Übergangslösung. Von August an sollen dann nochmals verbesserte Systeme zum Einsatz kommen und zudem sechs weitere Filtersäulen aufgestellt werden. Mann+Hummel erwartet, dass die Belastung sowohl mit Feinstaub als auch mit Stickstoffdioxid dann um jeweils 10 bis 30 Prozent gesenkt werden kann.

Die Feinstaubfilter stehen seit Ende des vergangenen Jahres am Neckartor. Damit auch die Stickstoffdioxid-Belastung sinkt, wurde zudem ein spezieller Straßenbelag aufgebracht, der Stickoxide in unschädliche Stoffe umwandelt. Die Stickstoffdioxid-Werte sind der Grund für die Diesel-Fahrverbote in Stuttgart. Im vergangenen Jahr war der Grenzwert am Neckartor erneut deutlich überschritten worden. Auf flächendeckende Fahrverbote für Euro-5-Diesel, die es bislang nicht gibt, will die Landesregierung angesichts neuer Prognosen zur Luftreinhaltung aber verzichten.

Die Filtersäulen im Bestand sind 3,60 Meter hoch und sollen laut Mann+Hummel dank Feinstaubfiltern und Ventilatoren 80 Prozent der Partikel aus der angezogenen Umgebungsluft zu ziehen. Eine Steuerungseinheit soll sie bedarfsgerecht auf die Luftqualität reagieren lassen.