Neuvorstellung: Peugeot Traveller

Reif für eine Beförderung

Peugeot will mit dem modernen Van Traveller der Konkurrenz Kundschaft abjagen. Die Chancen dafür stehen eigentlich nicht schlecht, gerade weil die Franzosen nicht versuchen, das Segment neu zu erfinden

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Peugeot 13 Bilder
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  • Martin Franz
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München, 15. Februar 2016 – Geht es Ihnen ähnlich? In meinem Umfeld ist unter den genannten Traumautos erstaunlich oft der VW Bus weit vorn. Damit scheint mein Freundeskreis nicht allein zu sein, wie ein Blick auf die Gebrauchtwagenpreise zeigt: Die Riesen sind begehrt und dementsprechend teuer. So konnte VW es sich leisten, die jüngsten Modellwechsel ohne große optische Veränderungen zu vollziehen, obwohl der Bulli in dieser Form seit 12 Jahren auf dem Markt ist und es durchaus auch Konkurrenz gibt. Mit dem neuen Traveller dürfte dazu auch Peugeot gezählt werden.

Peugeot ging dabei den Weg eines möglichst geringen Risikos, denn optisch ähnelt dem Traveller dem Vorbild von Volkswagen aus nahezu jeder Perspektive. Das wirkt nicht modisch, aber zeitlos und passt somit gut zu einem pragmatischen Auto. Denn das sachliche Design hat seine Vorteile. Zu einem dürfte die Übersicht halbwegs passabel sein, zum anderen sind die kurzen Überhänge einer gewissen Handlichkeit zuträglich.

Kurz und groß

Peugeot bietet den Traveller in drei Längen, zwei Versionen und vier Dieselmotoren an. Die kürzeste Variante unterbietet mit 4,6 m die meisten Kombis der Mittelklasse und bietet trotzdem enorm viel Raum. Mit fünf Sitzen soll noch ein Kofferraum von 2000 Litern übrig bleiben. Die beiden längeren Versionen sind 4,95 m und 5,3 m lang. Baut man alle Sitze aus, sollen in die Langfassung bis zu 4900 Liter Gepäck hineinpassen.

Die Ausstattungsvarianten Active und Allure richten sich an Privatpersonen und sind mit fünf, sieben oder acht Sitzen ausgestattet. „Shuttle“ richtet sich an gewerbliche Kunden, die Personen transportieren wollen. Shuttle Business hat fünf bis neun Sitzplätze, Shuttle Business Vip sechs oder sieben. Ein robuster Ableger mit nur zwei Sitzplätzen für Handwerker wird sicher folgen.

Schwach und stark mit Automatik

Die vier Dieselmotoren leisten 95, 115, 150 und 180 PS. Bei der schwächsten Maschine hat der Kunde die Wahl zwischen einem Fünfgang-Schaltgetriebe und einer Sechsgangautomatik, im Topmodell ist letzteres alternativlos. Bei beiden ist es eine Sechsgang-Wandlerautomatik von Aisin. Wir hoffen, dass Peugeot das Automatik-Angebot rasch auch auf die anderen Motoren ausweitet, zumal diese vermutlich im Fokus der Kunden stehen werden. Allen Motoren gemein ist der SCR-Kat mit AdBlue. Der Tank ist 22,4 Liter groß und soll für bis zu 15.000 Kilometer reichen. Das Additiv kann von außen nachgefüllt werden. Eine verbaute und nur schwer zugängliche Öffnung im Innenraum erspart Peugeot seinen Kunden.