Porsche kooperiert mit kroatischem EV-Startup Rimac

Zur Umsetzung seiner Elektroauto-Pläne beteiligt sich Porsche an der kroatischen Technologie- und Sportwagenfirma Rimac. Mit einer zehnprozentigen Unternehmensbeteiligung will der Stuttgarter Sportwagenhersteller eine Entwicklungspartnerschaft beginnen

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Elektroautos, alternative Antriebe
Von
  • Florian Pillau

Rimac „C Two“ mit knapp 2000 PS

(Bild: Rimac)

Zur Umsetzung seiner Elektroauto-Pläne beteiligt sich Porsche an der kroatischen Technologie- und Sportwagenfirma Rimac. Mit einer zehnprozentigen Unternehmensbeteiligung will der Stuttgarter Sportwagenhersteller eine Entwicklungspartnerschaft beginnen, zum Preis machten beide Unternehmen keine Angaben.

Rimac entwickelt EV-Lösungen für internationale Automobilhersteller und baut besonders leistungsstarke Elektrofahrzeuge. Unternehmensgründer Mate Rimac begann 2009 in der sprichwörtlichen Garage. Bis heute hat sich Rimac zu einem 400-Personen-Unternehmen am Stadtrand von Zagreb in Kroatien, nicht weit von Nikola Teslas Geburtsort, entwickelt. Die 2013 ausgegründete Tochtergesellschaft Greyp Bikes hat sich zum Ziel gesetzt, das fortschrittlichste Elektrofahrrad auf dem Markt anzubieten.

Greyp Greyp G12S, eine Mischung aus E-Bike und E-Krad, 70 km/h, 125 km Reichweite.

(Bild: Greyp Bikes)

Zuletzt hat Rimac nun auf dem Genfer Autosalon im März 2018 sein Elektro-Fahrzeug „C Two“ präsentiert. Der Zweisitzer leistet knapp 2000 PS und kommt auf eine Spitzengeschwindigkeit von 412 Kilometer pro Stunde. Er besitzt eine Reichweite von 650 Kilometern im NEFZ und kann an einem 250 kW-Schnellladesystem innerhalb 30 Minuten auf 80 Prozent Akkukapazität geladen werden.

Darüber hinaus entwickelt und produziert das Unternehmen elektrische Hochleistungsantriebe und Batteriesysteme. Ein weiter Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung von digitalen Schnittstellen zwischen Mensch und Maschine (HMI).

Das erste Stromauto mit reinem Batterieantrieb will Porsche bereits im kommenden Jahr unter dem Namen Taycan auf den Markt bringen. Mehr grundlegende Technologie von Rimac dürfte daher wohl erst später in die geplante Flotte elektrischer Porsche-Autos einfließen. (fpi)