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Skoda Fabia bekommt Dreizylinder

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Skoda

Der Fabia bekommt aufgeladene Dreizylinder mit 95 und 110 PS. Viel ändert sich damit nicht: Der Kleinwagen beschleunigt minimal besser und verbraucht im Zyklus etwas weniger. Vorgestellt werden die neuen Versionen in Genf

Skoda bekommt innerhalb des Volkswagen-Konzerns nur selten als erste Marke neue Motoren. Der 1.2 TSI mit 86 PS war einst so ein Fall – den bekam der Fabia vor dem Polo. Bei der aktuellen Umstellung auf Dreizylinder war VW allerdings deutlich früher dran: Die aufgeladenen Dreizylinder mit 95 und 110 PS gibt es dort schon seit November 2014. Nun bekommt auch der Fabia diese Maschinen.

Sie ersetzen die beiden 1.2 TSI mit 90 und 110 PS. Wir waren im vergangenen Jahr mit dem 90-PS-Motor im Fabia unterwegs [1]. Urteil damals: Die Maschine passt gut zum Kleinwagen. Die neuen Motoren sollen sparsamer und kräftiger sein. Bei der Ausführung mit 95 PS blieb das Drehmoment mit 160 Nm unverändert. Weiterhin gibt es zum Fünfgang-Schaltgetriebe keine Alternative, was ausgesprochen schade ist. Denn wer Wert auf einen automatischen Gangwechsel legt, muss weiterhin zur Version mit 110 PS greifen und dort das optionale DSG wählen.

Kaum schneller, aber elastischer

An den Fahrleistungen ändert sich erwartungsgemäß wenig. Das Plus von 5 PS bringt im 95-PS-Fabia minimal verbesserte Beschleunigungswerte und eine etwas höhere Spitzengeschwindigkeit. Nennenswert ist allerdings der verbesserte Durchzug beim Modell mit 110 PS. Das Drehmoment steigt hier von 175 auf 200 Nm. Skoda verspricht für den Kombi für den Spurt von 80 auf 120 km/h im sechsten Gang eine Verbesserung um 4,1 Sekunden.

Im Zyklus sparsamer

Die Verbrauchswerte mit Schaltgetriebe sinken zumindest im Zyklus um 0,3 auf nun 4,3 (95 PS) bzw. 4,4 (110 PS). Mit DSG gibt Skoda im NEFZ 4,5 Liter an. Bei Spritmonitor liegen die meisten Fahrer des 90-PS-Modells bei knapp 6 Litern [2], mit 110 PS sind dort im Schnitt etwa 6,3 Liter [3].Auf einen Partikelfilter, der diese Versionen für für die Abgasnorm Euro 6c [4] machen würde, müssen die Kunden warten. Vermutlich wird sich Volkswagen den Filter solange sparen, bis er für alle erstmals zugelassenen Autos Pflicht wird - also bis zum September 2018. Vielleicht steigt aber auch der Druck der Öffentlichkeit so sehr, dass vorher ein Umdenken stattfindet.

Zu den Preisen für die neuen Motoren hat sich Skoda noch nicht geäußert. Bisher gab es den Fabia mit 90 PS ab 14.100 Euro, der Combi ist 600 Euro teurer. Für 110 PS musste man bislang mindestens 17.130 Euro ausgeben. In diesem Aufpreis war allerdings auch die höherwertige Linie Ambition enthalten. In vergleichbarerer Ausstattung kostete der schwächere Motor rund 1000 Euro weniger. Wir rechnen damit, dass die Preise für den Fabia mit den neuen Dreizylindern nicht wesentlich steigen werden.


URL dieses Artikels:
http://www.heise.de/-3641365

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/autos/artikel/Im-Test-Skoda-Fabia-Combi-1-2-TSI-3277955.html
[2] https://www.spritmonitor.de/de/uebersicht/45-Skoda/398-Fabia.html?fueltype=2&constyear_s=2014&power_s=88&power_e=92&powerunit=2
[3] https://www.spritmonitor.de/de/uebersicht/45-Skoda/398-Fabia.html?fueltype=2&constyear_s=2014&power_s=108&power_e=112&powerunit=2
[4] https://www.heise.de/autos/artikel/Chemiefabrik-im-Auspuff-Was-die-Euro-6c-Norm-erfordert-3098815.html