Marktöffnung

Studie Skoda Vision IN

Nach vielen Fehlversuchen mit Autos auf VW Polo-, Fox- oder Up-Basis über die vergangenen Jahre soll nun Skoda für Volkswagen den indischen Markt erobern. Ein Crossover soll die Autofahrer überzeugen. Die Studie Skoda Vision IN gibt einen Ausblick.

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Die entscheidenden Qualitäten, die auf dem Subkontinent gefragt sind, mögen teils überraschen: Es sind Komfort, Prestige im Auftreten und günstige Fertigungskosten. Die Studie Skoda Vision IN gibt einen Ausblick, wie Skoda dieses Kunststück fertigbringen will. Der Crossover mit dem großen Kühlergrill und den schmalen Leuchten ist sofort als Skoda zu erkennen.

Warum kein Siebensitzer?

Bei seiner Länge von 4,26 Metern sollte er in Indien schon über drei Sitzreihen verfügen, wie der dort schon länger erfolgreiche Renault Triber mit seinen lediglich 3,99 Metern. Das Serienmodell, das Anfang 2021 in Indien auf den Markt kommen wird, basiert auf der Konzernplattform MQB A0 IN, die im Technikzentrum in Pune für den indischen Markt angepasst wird. Ein weiterer Teil der Basis entstammt dem 4,24 Meter messenden Skoda Kamiq.

Der aufgeladene 1,5-Liter-Ottomotor mit 110 kW / 150 PS im Konzeptfahrzeug entspricht wohl fast 1:1 dem bei uns erhältlichen 1.5 TSI samt Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe. Um über mehrere Einkommensschichten hinweg attraktiv zu sein, könnte die Serienversion auch mit preisgünstigeren Dreizylinder-Aggregaten produziert werden.

Der 12,3 Zoll große zentrale Touchscreen ist hingegen wohl auch für die Serienversion des Crossovers relevant. Denn in Indien wird auf Infotainment großer Wert gelegt. Bei der Konnektivität hilft die VW-Technik, also wird der indische Skoda über Apple CarPlay und Android Auto verfügen. Ob das Einstiegsmodell virtuelle Anzeigen bekommt, wird noch nicht verraten.

Für die gehobene Mittelschicht

Der Skoda Crossover soll die gehobene Mittelschicht ansprechen und Konkurrenten, wie dem Kia Seltos oder dem Ford Eco-Sport die Käufer abspenstig machen. Dazu muss der Preis zwischen 10.000 und 13.000 Euro liegen. Ob und wie Skoda das hinbekommt, wird spannend zu sehen sein. Zumal viele in Indien Autos fahren, die neu weniger als 7000 Euro kosten.

(Wolfgang Gomoll, pressinform) / (fpi)