Milde Gabe

Subarus erster Hybridantrieb

Subaru E-Boxer: In der kommenden Generation bietet Subaru den Forester erstmals mit Hybridantrieb an. Außer in seinem 4WD-Geländekombi baut Subaru die elektrische Zusatzfunktion auch im Antrieb des kompakten Allrad-Crossover-Modells XV ein

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Subaru E-Boxer 8 Bilder
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  • Florian Pillau

In der kommenden Generation bietet Subaru den Forester erstmals mit Hybridantrieb an. Außer in seinem 4WD-Geländekombi baut Subaru die elektrische Zusatzfunktion auch im Antrieb des kompakten Allrad-Crossover-Modells XV ein.

Die Modelle mit dem Mild-Hybridantrieb bekommen die Zusatzbezeichnung „E-Boxer“. Die neue Bezeichnung bringt den elektrischen Antriebspfad ins Spiel und streicht gleichzeitig den für Subarus Markenidentität wichtigen Boxermotor heraus. Die E-Maschine sitzt bei diesem System im stufenlos variablen Automatikgetriebe mit Wandlerkupplung. Der Antrieb wurde in Kooperation mit Subarus größtem Anteilseigner Toyota (16,77 Prozent) entwickelt, die Zusammenarbeit auf diesem Gebiet war erst am 6. Juni 2019 bekanntgegeben worden.

Die E-Maschine sitzt im Getriebe

In den neuen E-Boxer-Modellen kombiniert Subaru den bereits bekannten 110 kW/150 PS leistenden Zwei-Liter-Vierzylinder mit 194 Nm Drehmoment und eine E-Maschine von 12,3 kW/16,7 PS Leistung. Als Zwischenablage für den rekuperierten Strom dient eine Lithium-Ionen-Batterie mit noch nicht bezifferter Kapazität. Groß kann sie nicht sein, mit der E-Maschine allein fährt der Subaru auf Wunsch des Fahrers bis zu 1,6 Kilometer weit und bis maximal 40 km/h schnell. Eine eine reduzierte Dienstwagenbesteuerung nach dem deutschen Elektromobilitätsgesetz ist damit nicht möglich.

Die Hauptfunktion des E-Antriebs liegt in seiner Zusammenarbeit mit dem Verbrennungsmotor. Er hilft mit seinem hohen Anfahrdrehmoment beim Beschleunigen, was den Fahreindruck Richtung turbogeladenem Motor beeinflussen dürfte und soll im Zyklus den Verbrauch knapp sechs Prozent auf 6,5 Liter je 100 Kilometer im XV und 6,7 im Forester verringern. Subaru hat für diese Angaben die Werte aus dem WLTP in die des NEFZ umgerechnet.

Der neue E-Boxer-Forester erreicht laut Subaru 100 km/h in 11,8 Sekunden, eine Höchstgeschwindigkeit von 188 km/h. Für den XV nennt Subaru 10,7 Sekunden und 193 km/h.

Neu konzipierter Forester

Während der E-Boxer in den bereits bekannten Subaru XV (Test) eingebaut wird, erscheint er im Forester in einem neu konzipierten Auto: Die fünfte Generation des Forester wächst um wenige Zentimeter in Länge und Breite, wird aber etwas niedriger als die aktuelle Erscheinungsform. Drei zusätzliche Zentimeter Radstand sollen den Sitzkomfort auf den Vorder- und Rücksitzen verbessern helfen, das Kofferraumvolumen beläuft sich auf 509 Liter mit einem platzsparenden Reifenreparatur-Set.

Beide Modelle behalten den bewährten Allradantrieb. Die fünfte Generation des Forester für 34.990 Euro auf den Markt kommen, der XV für 30.690. Beide Modelle sind ab sofort bestell- und ab Anfang 2020 verfügbar.

(fpi)