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Suzuki V-Strom 1050 / XT

Nachdem die V-Strom 1000 etwas in die Jahre gekommen ist und man Suzuki immer wieder vorgeworfen hat, den Trend der Retro-Bikes verschlafen zu haben, erinnert die Neuauflage nun an die glorreichen 80er-Jahre.

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Damals machten die Suzuki DR 750 Big und ihre Nachfolgerin DR 800 Big als die hubraumstärksten Serien-Einzylindermotorräder der Welt Furore. Der mächtige Single begeisterte die Reiseenduro-Fraktion und bescherte Suzuki erfreuliche Verkaufszahlen. Außerdem führte die DR Big das vordere Schutzblech in Schnabelfom ein, dem BMW mit der Boxer-GS bis heute treu geblieben ist.

Wieder mit Entenschnabel

V-Strom 1050 und V-Strom 1050 XT sind nun wieder ähnlich gestaltet. Ihre Vorgängerin V-Strom 1000 war ein gutes Motorrad, zuverlässig und komfortabel auch auf langen Touren, doch die Optik traf nicht jedermanns Geschmack. Da Suzuki für 2020 ohnehin den Motor auf Euro-5-Norm bringen musste, bot sich gleich eine größere Überarbeitung der V-Strom an. Sie behielt ihren Hubraum mit 1037 Kubikzentimeter bei, bekam aber Schmiedekolben, geänderte Nockenwellen und auf 49 mm Durchmesser vergrößerte, elektronisch gesteuerte Drosselklappen.

Ihre Maximalleistung stieg von 101 auf 107 PS, dafür muss sie aber auch mit 8500/min um 500/min höher drehen als bisher. Das maximale Drehmoment schrumpft marginal von 101 auf 100 Nm – was wohl niemand merken würde, wenn der V2 dafür nicht 6000/min, statt wie früher nur 4000/min drehen müsste.

Optik der DR Big

Die Optik der Front, des eckigen, senkrecht stehenden Scheinwerfers, des Windschilds und des etwas kantigeren Tanks ähnelt verblüffend der DR Big – was die V-Strom 1050 sehr sympathisch erscheinen lässt. Darunter arbeiten aber unverändert Rahmen und Fahrwerk der V-Strom 1000. Es bleibt beim dick dimensionierten Brückenrahmen aus Aluminium mit angeschweißtem Heckrahmen, bekannt für Ruhe und Souveränität in allen Geschwindigkeitsbereichen. Vorn bleibt es bei der Kayaba-Upside-down-Gabel mit 160 mm Federweg und das hintere Federbein – ebenfalls mit 160 mm Federweg – kann in der Vorspannung mit einem praktischen Handrad eingestellt werden und ist außerdem in der Zugstufe variabel.

Zweiteilige Sitzbank

Die Sitzbank ist nun zweigeteilt, was die Sitzfläche für den Fahrer im hinteren Bereich flacher gestaltet und ihm etwas mehr Spielraum gibt. Für den Sozius ändert sich diesbezüglich nichts, er hat immer noch eine bequeme Sitzgelegenheit und zwei sehr solide Griffe, die auch zum Verzurren von Gepäck dienen können.