Toyota ruft 3,4 Millionen Autos zurück

Wegen einer möglichen Fehlfunktion der Elektronik ruft Toyota rund 3,4 Millionen Autos zurück. Es könne passieren, das sich bei einem Unfall der Airbag nicht öffne, teilte eine Sprecherin in Tokio am Mittwoch (22. Januar 2020) mit.

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(Bild: Toyota)

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2,9 Millionen der betroffenen Autos der Modelle Corolla und Avalon fahren in Nord-, Mittel und Südamerika. Weder Europa noch Japan seien von dem Rückruf betroffen. Die Fahrzeuge seien mit einem elektronischen Steuergerät („ECU”) ausgestattet, das Signale von Crash-Sensoren empfange und Airbags sowie Gurtstraffer aktiviere.

Problem liegt im Kabelbaum

Diese ECU böten möglicherweise nicht genug Schutz vor Störungen der elektronischen Signale bei Zusammenstößen. Dies könne dazu führen, dass die Airbags beziehungsweise Gurtstraffer nicht aktiviert würden. Toyota rüste kostenlos einen Filter gegen solche Störungen in den Kabelbaum nach.

2018 hat Toyota 170.000 Autos in Deutschland wegen eines Airbag-Steuergerätedefekts zurückrufen müssen. Solche Defekte haben nichts mit den Problemen von Airbags zu tun, die der japanische Zulieferer Takata fertigte. Mit ihnen haben alle großen Autohersteller seit Jahren Probleme und müssen immer wieder Fahrzeuge in großer Zahl in die Werkstätten beordern.

Bei langer Einwirkung von Hitze und Luftfeuchtigkeit können betroffene Airbags bei einem Unfall zu stark auslösen. Nach dem Rückruf von mehr als 100 Millionen Airbags hatte Takata im Juni 2017 vergangenen Jahres in Japan und den USA Insolvenz angemeldet.

(fpi mit Material der dpa) / (fpi)