Tübingen: Schwache Nachfrage nach Abwrackprämie

Tübingen hat vor dreieinhalb Monaten die bundesweit erster Abwrackprämie für Mofas und Roller mit Zweitaktmotor ausgelobt. Bislang wurden an 16 Roller- und Mofafahrer insgesamt 7800 Euro ausgezahlt.

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Das Interesse an der Abwrackprämie ist nicht so hoch wie erwartet. Bislang gab es erst 16 Antragsteller. Im Bild eine Vespa PX

Die Stadtverwaltung Tübingen hat vor dreieinhalb Monaten die bundesweit erster Abwrackprämie für Mofas und Roller mit Zweitaktmotor ausgelobt. Maximal 500 Euro erhält, wer sein Zweitakt-Mofa verschrottet und sich stattdessen ein Elektromodell anschafft. Bislang wurden an 16 Roller- und Mofafahrer insgesamt 7800 Euro ausgezahlt.

Das ist viel weniger Zuspruch als sich die Tübinger Stadtverwaltung erhofft hat. Aufgrund vieler Anfragen Interessierter hatte die Stadt Tübingen mit viel mehr Anträgen gerechnet. Insgesamt stellt die Stadt Tübingen 25.000 Euro für die Abwrackprämie zur Verfügung. Mit dieser Summe könnten mindestens 50 Zweitakter aus dem Verkehr gezogen und durch lokal emissionsfreie Elektro-Mofas bzw. E-Roller ersetzt werden.

Die Stadt hatte aufgrund vieler Anfragen Interessierter eine höhere Zahl an Anträgen vermutet, bewertet ihre Aktion aber dennoch positiv. „Jedes E-Rad und jeder E-Roller, der dank der Prämie einen alten Zweitakter mit hohem Schadstoffausstoß ersetzt, ist ein Erfolg“, teilte eine Sprecherin mit. Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) hatte zu Beginn der Aktion Zweitakter wegen ihres hohen Schadstoffausstoßes als „Giftgasgeräte“ bezeichnet.