Umfrage: Für 27,7 Prozent ist Autoverzicht denkbar

Die Diskussionen über Tempolimit, Klimaschutz und Stickoxid-Ausstoß zeigen Wirkung: Laut einer Umfrage wäre es für immerhin 27,7 Prozent der Befragten denkbar, auf ihr Auto zu verzichten. 63,9 Prozent der befragten Autofahrer könnten sich das „eher nicht“ oder „auf keinen Fall“ vorstellen

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(Bild: Deutsche Bahn AG / Wolfgang Klee)

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Über drei Viertel aller Befragten gaben an, dass die Bundesregierung ihrer Ansicht nach zu wenig für Nahverkehr oder Radfahrer tue.

(Bild: Deutsche Bahn AG / Wolfgang Klee)

Die Diskussionen über Tempolimit, Klimaschutz und Stickoxid-Ausstoß zeigen offenbar Wirkung: Laut einer Umfrage wäre es für immerhin 27,7 Prozent der Befragten denkbar, auf ihr Auto zu verzichten. 63,9 Prozent der befragten Autofahrer könnten sich das „eher nicht“ oder „auf keinen Fall“ vorstellen. Zugleich fänden über drei Viertel aller Befragten, dass die Bundesregierung zu wenig für Nahverkehr oder Radfahrer tue. Rund 2500 Menschen wurden von dem Start-up Civey für den Tagesspiegel befragt.

Vor allem Wähler der Grünen (gut 60 Prozent) und der Linken (knapp 50 Prozent) seien zum weitgehenden Verzicht bereit, ergab die Umfrage. Dagegen sei dies für 73,3 Prozent der Unions-Anhänger und 80,3 Prozent der FDP-Wähler nicht vorstellbar, unter AfD-Wählern seien es sogar 86,9 Prozent. Vor allem auf dem Land wolle oder könne kaum jemand auf das Auto verzichten, in den Städten immerhin mehr als die Hälfte. Insgesamt sei die Bereitschaft im Osten Deutschlands geringer. 55,9 Prozent der Befragten, vor allem in den dicht besiedelten Städten, waren laut Umfrage gegen das Vorhaben, von 2030 an keine Autos mit alleinigem Verbrennungsmotoren in Deutschland mehr neu zuzulassen. Anhänger der SPD, der Linken und vor allem der Grünen seien mehrheitlich dafür.