VW stellt in Paris die Studie XL Sport vor

Öko-Ableger

Mit dem XL1 ist VW beim Thema Verbrauch ein Statement geglückt. Von diesem Glanz soll auch eine Studie etwas abbekommen, die dieser Tage in Paris vorgestellt wird. Der XL Sport erinnert optisch an den XL1, technisch haben sie dagegen nur wenig gemein

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Volkswagen präsentierte auf dem Konzernabend des Pariser Automobilsalons die Studie XL Sport 23 Bilder
Von
  • Martin Franz

Wolfsburg/Paris, 2. Oktober 2014 – Mit dem VW XL1 ist Volkswagen ein Statement geglückt. Mit enormem Aufwand haben Techniker einen Verbrauch von unter einem Liter im NEFZ hinbekommen. Von diesem Glanz soll auch eine Studie etwas abbekommen, die dieser Tage in Paris vorgestellt wird. Der XL Sport erinnert optisch an den XL1, technisch haben sie dagegen nur wenig gemein.

Mächtig zugelegt

Ökoautos und Sportwagen verfolgen zwar grundsätzlich verschiedene Ziele, doch in beiden Konzepten spielen Leichtbau und die Verringerung des Luftwiderstands entscheidende Rollen. Es liegt daher gewissermaßen auf der Hand, wenn Volkswagen die Erfahrungen aus dem aufwendigen Projekt XL 1 nun quasi gegenteilig nutzt. Trotz vieler Ähnlichkeiten hat der flott gestaltete XL Sport in seinen Abmessungen gegenüber dem XL1 mächtig zugelegt: 40 Zentimeter in der Länge, 18 Zentimeter in der Breite und 20 Zentimeter mehr Radstand trennen die beiden voneinander. Volkswagen hält auch beim XL Sport an einer Karosserie fest, die zu großen Teilen aus kohlefaserverstärktem Kunststoff besteht. In Verbindung mit einem V2-Motor der konzerneigenen Motorradmarke Ducati kommt die Studie auf ein Leergewicht von 890 Kilogramm.

Mit einem V2 von Ducati

Die Maschine im Heck des XL Sport schöpft aus 1,2 Liter Hubraum 200 PS und 134 Nm maximales Drehmoment. Der sonst in einer Ducati 1199 Superleggera verbaute Saugmotor dreht bis 11.000/min. Der Motor wurde mit einem Siebengang-DSG-Getriebe verbunden. 5,7 Sekunden sollen für die Beschleunigung von null auf 100 km/h reichen, Schluss ist erst bei 270 km/h. Zu den Fahrleistungen tragen aerodynamische Details wie Air Curtains, Radhaus-Entlüftungen, ein optimierter Unterboden, ein Diffusor und in die Heckklappe integrierte adaptive Abwärmeöffnungen bei.

Die Leichtigkeit und die gute Aerodynamik wären einem geringen Verbrauch sicher zuträglich. In die Nähe des extremen XL1 würde eine Serienversion des XL Sport dennoch wohl nicht kommen. Der XL1 hat einen Plug-in-Hybrid mit einem Dieselmotor ist und ist auch sonst in allen Belangen kompromisslos auf einen geringen Verbrauch getrimmt. Dem XL Sport wurden keine Verbrauchswerte angedichtet, vielmehr schweigt VW dazu. Er wird vermutlich eine Studie bleiben, denn ein (Klein-)Serienmodell könnte Volkswagen wohl kaum unter 100.000 Euro anbieten. (mfz)